Mit Klimapirat Bram Molenaar am Strand Zandvoorts unterwegs

Bei meinem Besuch in Zandvoort aan Zee lernte ich Bram Molenaar, der als Klimapirat mit uns unterwegs war, kennen. Ich hatte das Glück am Tag zuvor mit ihm durch die Natur zu radeln.

Bram ist ein echter Pirat mit Leib und Seele, Pirat in dritter Generation und hat schon einige wertvolle Funde gemacht. Seine Augen leuchten, wenn er ein altes Stück Holz findet. Er ist am Strand von Zandvoort aufgewachsen und seine Familie hat schon vor Hunderten von Jahren gelernt, mit der Natur und ihren Elementen zu leben.

Er gab uns auf dieser Tour mit seinem umgebauten Klimapirat-Planwagen, dem einzigartigen Holderkar, am Zandvoorter Strand eindrucksvolle Einblicke in das Leben im und am Meer. Als Pirat verkleidet fuhr er mit uns am Strand entlang. Die Piratenkleidung ist viel mehr als ein spaßiges Kostüm, denn er stammt er tatsächlich von echten Piraten ab. Seine Vorfahren bauten am Strand von Zandvoort Leuchtturm-Attrappen, von denen die Seefahrer auf die Sandbänke vor der Küste gelockt wurden, um die aufgelaufenen Schiffe auszurauben. Nach heutiger Definition ist für Bram modernes Piratentum, ein Pirat, der nach Unabhängigkeit und Freiheit strebt, ohne dabei anderen Menschen zu Schaden.

Auf unserer Strandexkursion zeigte Bram uns wie früher Krabben gefischt wurden. Mit einem dreieckigen Gestell mit Netz ging er ins Wasser und ließ es über den Meeresboden gleiten. Er stellte uns seinen Fang vor, wir konnte eine kleine Scholle, eine winzige Qualle und Krabben bestaunen.

Immer wieder wurden kleine schwarze „Steine“ aufgesammelt und dabei entpuppten sich der eine oder andere als Überbleibsel des Urwalds, der hier vor Jahrtausenden wuchs. So erklärte uns Bram zum Beispiel, dass man bei Muscheln, wie bei Bäumen an Hand der Ringe, das Alter bestimmen kann.

Bram führt solche Touren mit Gästen durch, die ihn buchen können. Sein Ziel ist es mit Wissen für den Schutz von Ozean und Umwelt sorgen. Solch eine außergewöhnliche Schatzsuche eignet sich hervorragend für eine Gruppe von Klassenkameraden, einer Familie, einer Gruppe von Freunden oder einen Verein. Bei seinen Touren säubert er ganz legal mit interessierten Besuchern die Strände in Zandvoort. Er gibt gerne sein Wissen, wie man das Meer sowie die karge Dünenlandschaft rund um Zandvoort als Nahrungsgrundlage nutzt, an andere Menschen weiter. Er möchte sie mit der Natur in Verbindung zu bringen und gleichzeitig ein Verständnis dafür zu schaffen, warum und wie man sie schützen muss.

Ihm liegt besonders die spielerische Aufklärung der kommenden Generationen, kleiner Klimaschützer, am Herzen. Er ist als Klimapirat regelmäßig in den Schulen von Zandvoort und Umgebung zu Gast, um dort Liebe, Respekt und Wissen im Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu vermitteln, die den Menschen zur Verfügung stehen.

Wir fanden eine „Flaschenpost“, eine Überraschung, ein Juttertje, den Kräuterlikör verkostete Bram dann mit uns. Als Klimapirat gibt er Unterricht, Exkursionen und Workshops zu den Themen Naturgewalten, Nachhaltigkeit und Klimawandel. Die Naturexkursionen im Holderkar sind täglich buchbar und dauern etwa 1 Stunde. Man hat die Wahl zwischen Schatzsuche, Strandgutsuche oder Krabbenfischen. Diese Aktivität ist ab 10 Personen für 15,00 € pro Person buchbar. https://www.deklimaatpiraat.com/

Der “Klimapirat” wird Zandvoorts Klimabürgermeister des Niederländischen Küstenortes und bietet Exkursionen der besonderen Art an, eine Aufklärung mit Spaßfaktor. Der Klimawandel ist auch in den Niederlanden ein wichtiges öffentliches Thema. Um alle für Maßnahmen zum Schutz von Natur und Klima zu begeistern, ernennt die Regierung jedes Jahr so genannte „Klimabürgermeister“, die in ihrer Gemeinde, Nachbarschaft oder in ihrem Unternehmen als Vorbild vorangehen. Im niederländischen Küstenort Zandvoort ist Bram Molenaar der „Klimabürgermeister“.

Die Familie von Bram sind heute noch Fischer und betreiben den Strandpavillon Thalassa, dem besten Fischrestaurant von Zandvoort. Hier hatte ich am ersten Abend natürlich leckeren Fisch zum Abendessen genossen. Dabei erlebte ich einen fantastischen Sonnenuntergang am Meer. Das Thalassa besteht seit 1959 und gehört zu den besten Beachclubs der Niederlande. Sie bieten auch Übernachtungen in kleinen Strandhäusern direkt am Strand. Mehr dazu https://thalassabeach.nl/ 

Mehr Informationen zu Zandvoort unter https://www.visitzandvoort.de

Ich danke Marc Bibbe, vom Zandvoort Marketing, der Deutschen Bahn, Felicitas van Daalen, Bram Molenaar, sowie allen Beteiligten für die Unterstützung.

Fotos Gabriele Wilms

Mehr als nur Strand – der niederländische Küstenort Zandvoort aan Zee

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Über Gabriele Wilms 621 Artikel
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit als Reisejournalistin und Bloggerin. Ich bin Inhaberin des Reisemagazin Toureal und betreue es als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher in den schönsten Hotels, Regionen Europas und weltweit für unser Reisemagazin unterwegs .

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