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Ich nehme euch mit auf eine wunderschöne, entspannte Flusskreuzfahrt mit der MS Sans Souci von Stralsund, die Ostseeinseln über Stettin nach Berlin mit. Im zweiten Teil ging es nach Peenemünde, Wolgast, über Stettin, zum Schiffshebewerk Niederfinow nach Berlin Tegel.

Peenemünde auf der Insel Usedom

Von Lauterbach auf Rügen ging unsere Kreuzfahrt weiter nach Peenemünde im Nordteil der Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern.

Die geschichtsträchtige Gemeinde Peenemünde wurde besonders über die Heeresversuchsanstalt, dem größten militärischen Forschungszentrum Europas und der Entwicklung der V2-Rakete im Zweiten Weltkrieg bekannt. Von 1936 bis 1945 wurden neuartige Waffen, erste Marschflugkörper und die sogenannte V2-Rakete entwickelt. Hier wurde der Grundstein für die moderne Raumfahrtgeschichte durch den ersten erfolgreichen Start einer Rakete ins All und die dortige Technik gelegt.

Im ehemaligen Kraftwerk befindet sich das Historisch-Technisches Museum Peenemünde , welches an die Geschichte der Raketenentwicklung erinnert und über die Hintergründe aufklärt.

Wir machten einen Spaziergang im Hafen. Ich entschloss mich das Raketen-U-Boot, was heute als Museum angeschaut werden kann, im Innern zu besuchen. Es ist das größte U-Boot-Museum der Welt, was das ehemalige sowjetische Unterseeboot U-461 und seine Geschichte zeigt.


Es geht in dem U-Boot JULIETT U- 461 echt eng zu, wobei ich durch viele Luken steigen musste. Sehr interessant und informativ. Es ist das letzte Boot dieser Klasse der größten jemals gebauten konventionellen Unterwasser-Raketenkreuzer.

Fahrt durch die geöffnete Peenebrücke und Wolgast


Ein weiteres Highlight war die Durchfahrt durch die geöffnete blaue Peenebrücke, die wegen dem markanten Anstrich „Blaues Wunder“ genannt wird.

Die Peenebrücke Wolgast ist eine kombinierte Straßen- und Eisenbahn-Klappbrücke über den Peenestrom in Wolgast. Diese markante Brücke verbindet die Insel Usedom mit der Wolgaster Schlossinsel. Seit 1996 verbindet die 250 Meter lange Brücke Wolgast mit der Insel Usedom. Die Klappbrücke öffnet bedarfsweise fünf- bis sechsmal täglich für jeweils höchstens 15 Minuten.

Am Abend legten wir im Hafen von Wolgast an. An Bord genossen wir unser leckeres Abendessen. Den Abend ließen wir auf dem Sonnendeck mit einem leckeren Cocktail und netten Gesprächen ausklingen.


Am nächsten Morgen wurde ein Ausflug ins Kaiserbad Heringsdorf auf Usedom angeboten, an dem wir aber nicht teilnahmen. Gut gestärkt durch unser leckeres Frühstück ging es für uns auf Erkundungstour durch Wolgast am Peenestrom.


Wir schlenderten durch die verwinkelten Gassen durch die historische Altstadt von Wolgast. Im Mittelalter wurde Wolgast zur Residenz der pommerschen Herzöge.
Bei unserem Besuch war leider die ehemalige Hofkirche St. Petri geschlossen, deshalb konnten wir nicht die Prunksärge der Herzogfamilie bewundern. Aus diesem Grund konnten wir auch nicht auf den Turm steigen, was echt schade war.

Im Stadthafen wären wir gern an Bord eines Ausflugsschiffes gegangen, leider fehlte uns dafür die Zeit.

Fahrt auf dem Stettiner Haff, Besuch von Stettin in Polen

Am Mittag hieß es alle an Bord und Leinen los. Wir kreuzten auf dem Stettiner Haff und erreichten die polnische Hafenstadt Stettin. Das Stettiner Haff, auch Oderhaff genannt, ist ein inneres Küstengewässer im Mündungsbereich von Oder und Peene. Es ist das zweitgrößte Haff der Ostsee.

Am Abend erreichten die Hafenstadt Stettin (polnisch Szczecin) an der Oder im Nordwesten Polens. Die kreisfreie Großstadt hat rund 400.000 Einwohnern und ist die siebtgrößte Stadt Polens.

Vom Sonnendeck konnten wir die wunderschön beleuchteten Fahrgeschäfte des Holiday Park Szczecin direkt am Wasser bewundern. Diese spiegelten sich eindrucksvoll in der Oder. Besonders beeindruckend war das 55 Meter hohe Riesenrad.


Am Morgen des nächsten Tages hieß es die Stadt Stettin zu Fuß zu erkunden. Nur wenige Meter von unserem Anleger erreichten wir die Hakenterrasse aus dem 19. Jahrhundert. Die Hakenterrasse ist eine 500 Meter lange, repräsentative Aussichtspromenade und eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Sie bietet einen wunderbaren Blick auf die Oder, den Hafen und lädt mit vielen Bänken zum Verweilen ein.

Besonders sehenswert ist die Philharmonie Stettin, ein modernes, weiß-leuchtendes Konzerthaus, was ein echtes architektonisches Meisterwerk ist. Bei meinem nächsten Termin möchte ich unbedingt ein Konzert in diesem Haus erleben.

Leider war die Sankt-Peter-und-Paul-Kirche geschlossen, wir konnten aber einen Blick ins Innere des gotischen Bauwerks werfen. Sie gilt als älteste Kirche der Stadt und des christlichen Pommern, wobei ihre Gründung auf das beginnende 12. Jahrhundert zurück reicht.


Oberhalb der Oder befindet sich das Schloss der Pommerschen Herzöge. Leider war es geschlossen. Um das Schloss herum konnten wir wunderschöne Skulpturen bewundern.

Wir besuchten die St.-Johannes-Evangelist-Kirche Stettin in der polnischen Woiwodschaft Westpommern. Ein echt beeindruckendes gotisches Bauwerk und sehenswerte Kirche. Sie geht auf eine Gründung der Fransiskaner im 13. Jahrhundert zurück. Stettin ist eine beeindruckende Stadt.

Bei der Ausfahrt konnten wir noch einmal tolle Bilder der Stadt und den Hafen genießen. Weiter fuhren wir auf der Oder und dem Oder-Havel-Kanal, eine richtig romantische Fahrt zu unserem nächsten spektakulären Ziel, dem Schiffshebewerk Niederfinow.

Schiffshebewerk Niederfinow

Und wieder erreichten wir ein Highlight unserer Flusskreuzfahrt, am Abend fuhren wir in den Trog des neuen Schiffshebewerks Niederfinow, um nach oben gehoben zu werden.

Das alte Schiffshebewerk Niederfinow wurde am 21. März 1934 in Betrieb genommen und ist das älteste noch arbeitende Schiffshebewerk Deutschlands. Es überwindet den Höhenunterschied von 36 Metern.

Direkt neben dem alten Schiffshebewerk wurde am 4. Oktober 2022 das neue, modernste Hebewerk Europas eingeweiht. Beide Bauwerke sind parallel in Betrieb und bilden gemeinsam mit dem vor 110 Jahren eingeweihten Oder-Havel-Kanal, den historischen Schleusentreppen und dem über 400 Jahre alten Finowkanal, ein weltweit einzigartiges Ensemble der Ingenieurskunst und des Wasserbaus.
Kapitänsempfang und Gala-Dinner


Wir zogen uns besonders hübsch an, denn Kapitän Andre hatte zum Sektempfang in den Salon geladen. Dabei wurde uns die komplette Crew der MS Sans Souci vorgestellt. Natürlich auch die guten Geister, die wir sonst nicht zu sehen bekamen, wie zum Beispiel das Küchenteam.

Danach hatte uns der Chefkoch mit seinem Team zum besonders leckeren Gala-Dinner eingeladen. Es war wieder richtig lecker.


Höhepunkt war die Eisparade vom Küchen- und Serviceteam.
Endziel Berlin Tegel und Ende der Flusskreuzfahrt


Am letzten Abend erreichten wir den Anleger auf dem Tegeler See in Berlin Tegel. Nach der schönen Fahrt auf der Havel fuhren wir über den Tegeler See.

Nach dem Abendessen konnten wir einen fantastischen Sonnenuntergang auf dem Sonnendeck genießen. Am nächsten Morgen war bis 9.00 Uhr die Ausschiffung und wir fuhren mit dem Taxi zum Hauptbahnhof und es ging wieder mit der Bahn bequem nach Hause.

Ich danke Plantours, der gesamten Mannschaft der MS Sans Souci, besonders Kapitän Andre für die Unterstützung und die tolle Zeit an Bord. Mehr zu Plantours Kreuzfahrten. Diese Reise finden sie unter Plantours Kreuzfahrten

Fotos Gabriele Wilms

Mit der MS Sans Souci die Schönheiten Ostsee, Oder und Havel entdecken (Teil 1)








































































































