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Meine Reise hatte mich nach Churfranken geführt. Da wird fast jeder fragen, Churfranken – wo ist das? Darüber möchte ich hier nach meinem Besuch berichten.

Die Genuss-Region Churfranken wurde 2007 mit 25 Gemeinden, dem Verein Churfranken e.V. gegründet, um das Gebiet zwischen Aschaffenburg und Miltenberg zu vermarkten.

Die Tourismusregion Churfranken am bayerischen Untermain befindet sich dort, wo der Main am schönsten ist, sagt man. Der Name setzt sich aus den Wörtern „Chur“ von Kurfürstentum Mainz und „Franken“ zusammen. Sie stand jahrhundertelang unter der Herrschaft der Mainzer Erzbischöfe, die als Kurfürsten (Churfürsten) die weltliche Macht besaßen. Der zweite Teil des Namens beschreibt die geografische und kulturelle Zuordnung zum Regierungsbezirk Unterfranken in Bayern. Auf unserem Programm stand der Besuch verschiedener Erzeuger der Region, die mit Herzblut für ihre Produkte brennen.

Münkels Beerenhof – Beerenanbau und Verkostung von Beeren, Gin und Bränden

Erste Station unseres Besuches war Münkels Beerenhof in Mainbullau zwischen Miltenberg und Großheubach. Edelbert Münkel gab uns Einblicke in den Betrieb mit Obstbaubetrieb und Brennerei. Der Obsthof liegt in idyllischer Lage über dem Maintal.

1988 begann Edelbert Münkel (heute 77-jährige) hier mit dem Anbau der ersten Beerenfrüchte, Heidelbeeren und Johannesbeeren. Die Beerenfelder befinden sich auf verschiedenen Höhenlagen der Region Untermain. Ihr Ziel ist es, als Lebensgrundlage für uns und künftige Generationen, die Natur zu bewahren. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die harmonische Verbindung von Anbau und Rücksichtnahme auf die Natur. Sie sind der beste Heidelbeeranbauer von SanLucar. SanLucar ist die bekannte und sehr gute Obst- und Gemüsemarke.


Die Familie Münkel, mit ihrem Beerenhof, legen Wert auf altbewährte Traditionen und ein klares Bekenntnis zu heimischen Produkten aus eigenem Anbau. Die Leidenschaft zu den Beeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Aroniabeeren ist über Generationen gewachsen. Die leckeren Früchte reifen langsam auf den Höhenlagen des Untermains heran. Die Sonne und die Unterschiede der Temperaturen am Tag und in der Nacht sorgen für aromatisch, vollmundigen Geschmack der Früchte. Die Beeren werden nur zum optimalen Reifezeitpunkt schonend geerntet und dabei kommen nur die größten und ideal ausgefärbten Früchte in die Schale. Die Beeren enthalten besonders viele Spurenelemente und Vitamine, vor allem Vitamin C. 90 Plücker und Pflückerinnen helfen bei der Ernte.
Einmal hinter die Kulissen geschaut, Herr Münkel zeigte uns den Betrieb, von der Abfüllung, Destillation und Verpackung. In dem Hausladen des Münkels Beerenhof kann Beeren, Säfte, Liköre, Brände und Marmeladen verkosten und kaufen.


Nach der Verkostung der leckeren Heidelbeeren im Verkaufsraum ging es mit Edelbert Münkel in die Heidelbeer-Plantage, wo wir vor Ort direkt vom Strauch die Beeren kosten konnten. Ich konnte einfach nicht genug bekommen. Mehr Informationen zum Münkels Beerenhof
Rundflug über das Maintal


Von den Plantagen des Beerenhofs ging es in wenigen Schritten zum Flugplatz Mainbullau https://www.edfu.de/ , um zu einem Rundflug über das Maintal zu starten. Mit dem sympathischen Piloten Peter ging es hoch hinaus über die bewaldeten Höhenzüge von Odenwald und Spessart und dem glitzernden Band des Mains. Von oben konnten wir die Weinlagen im Norden und im Süden Chufrankens sehen.


Auf dem Flugplatz Mainbullau kann man solche Rundflüge buchen und sich mal ein anderes Bild von der wunderschönen Region machen. Es ist ein fantastisches Erlebnis mit diesen kleinen Flugzeugen abzuheben und direkt neben dem Piloten zu sitzen. Mehr Informationen zu Rundflügen finden Sie unter Flugplatz Mainbullau.

Kulinarischer Höhepunkt – Abendessen im Gasthaus Zur Krone


Am Abend stand ein kulinarischer Höhepunkt auf dem Programm. Mit einem Sektempfang vom Weingut Fürst Löwenstein in Kleinheubach empfing uns Weinsommelière Niki Restel in dem schönen Biergarten des Gasthauses „Zur Krone“ in Großheubach. Sie gab uns einen kleinen Einblick zum Haus und Geschichte.

Die Familie Restel ist seit 1969 Inhaber der Krone. In zweiter Generation übernahm Ralf Restel 2005 den Gasthof „Zur Krone“ und führt sie mit seiner Frau Niki, die Beirätin der Sommelier Union Deutschlands ist, weiter. Niki Restel begann 1983 eine Lehre zur Hotelfachfrau in dem ausgezeichnetes Sternelokal Post in Bad Saulgau. Sie arbeitete in verschiedenen Restaurants und Hotels. Küchenchef Ralf Restel begann 1983 eine Kochlehre im Sternerestaurant „Anker“ in Marktheidenfeld. Er kochte in den Schweizer Stuben in Wertheim-Bettingen, sowie im 2* Haus Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe. Seit 2005 schwingt er als Chef der Küche den Kochlöffel im eigenen Betrieb „Zur Kone“.

In den drei gemütlichen Gasträumen finden rund 100 Gäste Platz, weitere 100 Personen können in dem schönen, gepflegten, grünen Hof mit der tollen Terrasse Platz nehmen. Wir saßen zum Essen auf der gemütlichen, überdachten Terrasse.

Wir genossen die Köstlichkeiten, die uns Ralf Restel und sein Team aus frischen regionalen Zutaten zauberte. Die dazu kredenzten Weine erklärte uns Niki Restel und erzählte uns, warum in Churfranken besonders gute Spätburgunder gedeihen. Die Weine kommen aus dieser Gegend.

Im Gasthaus Zur Krone, Großheubach kann man auch übernachten. Ich kann dieses tolle Restaurant nur empfehlen. Mehr Informationen zum Gasthaus Zur Krone, Großheubach
Wanderung auf dem Fränkischen Rotwein Wanderweg


Mit der Winzerin Verena Waigand starteten wir in Erlenbach zur kleinen Wanderung auf dem schönsten Teil des Fränkischen Rotwein Wanderweges.

Es geht erst einmal über Stufen nach oben zum Pavillon, dem Aussichtspunkt. Im Herbst 1961 war der „offene Pavillon am Hohen Berge“ fertig gestellt. Der runde Pavillon erinnert an einen kleinen Tempel. Er hat einen Durchmesser von 6 m und auf 7 Säulen ruht das runde Dach. In der Bevölkerung wird er liebevoll „Justin Tempel“ genannt. Dieser erinnert an den damaligen amtierenden Bürgermeister Justin Kirchgäßner. 2001 wurde der Pavillon vom „Kreativen Mädchentreff“ des Jugendhauses unter der Leitung der Kunstpädagogin und Künstlerin Christiana Leuner zu einem Kunstwerk verwandelt.


Ganz bequem ging es oberhalb der steilen Weinberge auf einem gut ausgebauten Weg weiter. Immer wieder stehen Kunstwerke zum Thema Wein am Wegesrand. Dabei stellt auch eine Skulptur den Vater der Winzerin Verena Waigand dar.


Wir erreichten die Weinberge des Weingutes Waigand, das Weingut befindet sich im Zentrum von Erlenbach. Wir gehen in den Weinberg, um die Steillage auch mal so richtig zu spüren. Am terroir f Punkt machten wir Rast und konnte den Churfranken Wein des Weingutes Waigand verkosten.


Nur nach wenigen Metern kamen wir zum nächsten Rastplatz, wo uns die Winzerin Anja Stritzinger vom Weinbau Stritzinger zu einem Mittagsnack und Weinverkostung einlud.
Besuch Altes Gewürzamt Klingenberg, ein Geheimtipp

Kilian Holland nimmt uns in der Familienmanufaktur, das Alte Gewürzamt in Empfang und führt uns mal hinter die Kulissen. 2001 wurde die Manufaktur von Spitzenkoch Ingo Holland in Klingenberg am Main gegründet. Vom Sternekoch zur Gewürzmanufaktur. Ingo Holland hatte eine erfolgreiche Karriere als Spitzen- und Sternekoch. Von 1991 bis 2007 war er Träger eines Michelin-Sterns, sein Restaurant „Zum Alten Rentamt“ in Klingenberg wurde mit 18 Gault Millau-Punkten ausgezeichnet. 2007 gab er sein Restaurant auf.
Als Koch wurden ihm immer wieder schlechte Gewürzqualitäten angeboten, was ihn dazu veranlasste, sich selbst auf die Suche nach den besten Gewürzqualitäten zu begeben. Es entwickelte sich aus einer Leidenschaft eine neue Herausforderung und Berufung. Der Grundstein war gelegt und Ingo Holland gründete im Jahr 2001 in seiner Heimatstadt die Manufaktur „Altes Gewürzamt“.

Heute wird die Gewürzmanufaktur von seinem Sohn Kilian Holland geführt. Jede Gewürzmischung entsteht in echter Handarbeit und 100 % Natürlichkeit, die Gewürze stehen für ehrlichen, reinen Geschmack. Mit Feingefühl und Spürsinn wählen sie weltweit die besten Rohstoffe.

In der Manufaktur findet der Genießer von den edelsten Einzelgewürzen über verschiedenste Paprika- und Chilisorten, Vanille, Kräuter und Blüten bis hin zu erlesenen Pfeffersorten oder einer exklusiven Salzauswahl alles für die perfekte Gewürzküche. Keine Massenproduktion, sondern das Arbeiten mit Herz und Hand, mit Genuss und Leidenschaft.

Altes Gewürzamt Klingenberg steht für Gewürze made in Churfranken. Mit Plastikkittel, Plastikhaube und Schuhüberziehern ging es in die Produktion, wo wir uns von echter Handarbeit überzeugen konnten. Nach der Verkostung, entschlossen wir uns auch die eine oder andere Gewürzmischung im Verkaufsraum käuflich zu erwerben. Mehr zum Altes Gewürzamt Klingenberg
Übernachten und Speisen im Hotel Weinhaus Stern

Während unseres Aufenthaltes übernachteten wir im Hotel Weinhaus Stern in Bürgstadt. Ich bewohnte ein gemütliches Appartement mit einem großen Wohnraum mit Küche, Schlafraum und einem wunderschönen Bad mit großer Eckbadewanne.
Am letzten Abend wurden wir kulinarisch von Küchenchef Klaus Markert im Hotel Weinhaus Stern verwöhnt. Im Biergarten konnten wir uns die Speisen der regionalen und frischen Küche, mit viel Liebe zum Detail zubereitet wurden, schmecken lassen. Sie ist mit dem Bib Gourmand ausgezeichnet.

Mehr Informationen zum Hotel Weinhaus Stern in Bürgstadt

Ich danke dem Verein Churfranken e. V und den einzelnen Betrieben, Hotels und Restaurants für die Unterstützung.

Fotos Gabriele Wilms














































































































