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Es hat mich mal wieder ins Panometer nach Leipzig geführt, ich möchte hier die neue Ausstellung das 360°- PANORAMA „Antarktis“ von Yadegar Asisi als Ausflugstipp für Leipzig vorstellen.

Panometer von Leipzig
Das Panometer von Leipzig ist ganz bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. So bin ich von Merseburg über Halle mit der S-Bahn bis zur Haltestelle MDR angereist. Von dort ging es ganz entspannt zu Fuß ein paar hundert Meter am MDR-Gelände entlang zum Panometer. Aber auch für die Anreise mit dem PKW sind genügend Parkplätze vor Ort vorhanden.

Im ehemaligen alten Gasspeicher ist das Panometer Leipzig ein Ausstellungsgebäude, das Kunst im Industriegebäude bietet. Es besteht aus einem kreisrunden Ziegelbau mit einem Durchmesser von knapp 57 Metern.
Seit 2003 präsentiert Yadegar Asisi jeweils ein monumentales Panoramabild und eine dazugehörige Ausstellung. So schuf Asisi aus Panorama und Gasometer das Kunstwort Panometer.

Mein erster Besuch des Panometer Leipzig war zur letzten Ausstellung „Die Kathedrale von Monet – Freiheit des Malers“, über die ich hier mit Überschrift „Ausflugsziel in Leipzig – das Panometer“ https://toureal.de/staedtereisen/48211/ausflugsziel-in-leipzig-das-panometer/ berichtet hatte.
Begleitausstellung zur Antarktis

Beim Betreten des Panometer kamen wir in die Begleitausstellung. Zwischen Panoramabild und der Gasometerwand befindet sich ein Bereich von über 10 Metern Breite. Dieser Beriech zeigt eine multimediale Ausstellung über die Geologie, das Klima, die Tierwelt und Forschungsgeschichte der Antarktis.


Besonders schön sind die persönlichen Kunstobjekte von Asisi, die auf zwei Recherchereisen und Expeditionen zur Vorbereitung für das 360°- PANORAMA „Antarktis“ entstanden. So sahen wir beeindruckende Fotografien, Skizzen und Gemälde.

Die Bilder und Videos sind echt fantastisch und hatten uns mit in die Antarktis genommen und wir bekamen einen ersten Eindruck in die eisige Welt, die Lust auf das Panorama machte.

Ein Kinderrundgang ermöglicht jüngeren Besuchern mit einer zusätzlichen Rätzel-Rallye einen spannenden Einstieg in die Thematik.
Das 360°- PANORAMA „Antarktis“

Und dann betraten wir das gigantische 360°- PANORAMA „Antarktis“, mit dem uns Yadegar Asisi mit auf eine fantastische Reise in die kälteste Region nimmt. Und mir wurde es wirklich kälter, ich musste meine Jacke wieder anziehen, echt komisch, dies ging mir nicht alleine so.

Lichtwechsel, Polarlichter und Thematische Musik vermittelten uns das Gefühl, direkt in diese kalte Landschaft einzutauchen. Es wird jeweils zyklisch ein Tages- und Nachtablauf simuliert. Naturlaute, zum Beispiel von Tieren, vermitteln eine echte Realitätsnähe.

Die Panoramabilder haben eine Länge von etwa 110 Meter. Das 32 Meter hohe Rundbild führte uns dorthin, wo Wasser und Eis in der antarktischen Küstenlandschaft aufeinandertreffen. In der Mitte steht ein Turm mit erhöhter Plattform, den wir hinaufstiegen und das Bild von verschiedenen Ebenen betrachten konnten.

Auf der Grundlage von Fotografien, Zeichnungen und Malereien wurde mit der Technik der digitalen Bildbearbeitung eine Bilddatei des riesigen Bildes erstellt.

Dann wurde das Bild auf einzelne textile Bahnen gedruckt, die danach zu einem Rundbild zusammengefügt und als Ganzes aufgehängt wurden. Durch perspektivische Verzerrung der Bildelemente wird beim Betrachter ein räumlicher Gesamteindruck erzeugt.

Im Wasser des Ozeans tummeln sich Wale, Pinguine und Robben. Im Vordergrund konnte ich Orcas, Killer Wale unter Wasser entdecken. Unendlich viele Eisberge ragen aus dem Wasser.

Weiter ist ein Buckelwal zu sehen.

Im Hintergrund entdeckte ich ein Expeditions-/Kreuzfahrtschiff, denn immer mehr Touristen reisen in die Antarktis, was vielleicht auch zum Problem für die Natur wird. Menschen sind auf dem Eis zu sehen.

Unweit davon konnte ich ein Wrack von einem Fabrikschiff zu sehen. Dieses erinnert an die Zeiten des Walfangs, wo Wale zu Öl verarbeitet wurden. Heute nisten Vögel in dem Wrack.

Auf felsigen Grund sahen wir unendlich viele Pinguine, eine Pinguinkolonie, die auf den Felsen brühten. Sie pendeln zwischen den Nestern und Meer. Sie folgen immer gleichen Wegen und wir konnten diese Spuren und Wege im Schnee und Eis gut sehen.

Besonders gut ist die ehemalige verlassene Walfangstation zu sehen, in den verlassenen, rostigen Tanks breitet sich immer mehr die Natur aus und Pinguine und Robben nutzen den Bereich als Lebensraum.

Immer wieder entdeckt en wir etwas Neues, so dass wir uns sehr viel Zeit für die Betrachtung ließen, es gibt ja bei dem Besuch keine Zeitbegrenzung. Ich setzte mich auf der oberen Plattform hin und ließ das Panorama auf mich wirken.

Über den Künstler Yadegar Asisi

Yadegar Asisi wurde 1955 in Wien geboren, studierte Architektur an der Technischen Universität Dresden und Malerei an der Hochschule der Künste Berlin. Er absolvierte sein Studium als Meisterschüler von Klaus Fußmann. Seit 2003 realisiert der Berliner Künstler monumentale 360° Panoramen mit einer Größe von 3.500 m² in haushohen Rundgebäuden. Neben eigenen Häusern in Leipzig und Berlin werden die Panoramen des Künstlers auch an Partner-Standorten in Dresden, Pforzheim und Lutherstadt Wittenberg gezeigt.

Mithilfe seines Teams aus Architekten und Digital Artists für 3D und Bildbearbeitung erstellt Asisi seine Panoramawerke in jahrelanger Detailarbeit als hochauflösende Gemälde, die aus abertausenden Fotografien, Zeichnungen, Skizzen und Malerei entstehen. Bei Fotoshootings mit Komparsen entstehen Szenenbilder, die Asisi in sein Panorama einarbeitet. Dieses wird zuletzt auf über 30 Meter lange Stoffbahnen gedruckt und in den Panoramagebäuden installiert. Mehr zu Yadegar Asisi unter www.asisi.de

Das Panometer Leipzig ist täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, letzter Einlass 16.00 Uhr.
Eintrittspreise:
Vollzahler 16 €
Ermäßigt 14 €
Kind 8 €
Kinder unter 6 Jahren frei
Gruppen ab zehn Personen
Vollzahler 13 €
Schüler6 7 €

Das Panometer mit dem Panorama kann ich echt empfehlen, es befindet sich in der Richard – Lehmann – Straße 114 in Leipzig. Mehr Informationen zum Panometer unter www.panometer.de. Ich danke dem Panometer Leipzig für die Unterstützung.
Fotos Gabriele Wilms





































