
Inhaltsübersicht
Ich nehme euch mit auf eine wunderschöne, entspannte Flusskreuzfahrt mit der MS Sans Souci von Stralsund, die Ostseeinseln über Stettin nach Berlin mit. Im ersten Teil Stralsund, Hiddensee und Rügen.

Ganz entspannt sind wir bequem mit der DB von Halle/Saale direkt nach Stralsund angereist. Mit dem Taxi hatten wir uns zum Hafen bringen lassen.
Angekommen in Stralsund

Da wir noch viel Zeit zur Einschiffung hatten, nahmen wir direkt am Wasser, auf Plätzen des Restaurant Klabautermann Platz und ließen uns leckeren selbstgemachten Brathering mit Bratkartoffeln schmecken.

Mit einem Aperol Spritz und Blick auf den Hafen begann unsere gemeinsame Schwesternzeit ganz offiziell. Danach ging es zur MS Sans Souci von Plantours, die nur wenige Meter vom Restaurant vor Anker lag. Die Einschiffung fand erst 16.00 Uhr statt, aber wir konnten schon unsere Koffer abgeben, damit wir noch etwas Zeit in Stralsund ohne Gepäck verbringen konnten.

In Stralsund fanden zu dieser Zeit gerade die Wallensteintage statt. Kerstin konnte nicht widerstehen und fuhr mit dem Ketten-Karussell Alpen Flug.

Im Hafen lag das Segelschulschiff Gorch Fock I zum Anschauen. Ich bezahlte die 4 € und ging an Bord. Leider konnte man nur das Oberdeck besichtigen und auch das Steuerhaus war leer, etwas enttäuschend. Es ist 82 Meter lang und 12 Meter breit, eine Masthöhe von 42 Metern und 23 Segel.

Die Gorch Fock I hatte, nach 100 Tagen Bauzeit auf der Werft Blohm + Voss, am 3. Mai 1933 Stapellauf und wurde auf Gorch Fock getauft. Von 1939 bis 1945 lag sie als Schulschiff in Stralsund. Am 30. April 1945 wurde sie versenkt. 1947 wurde sie gehoben und in Rostock und Wismar in Stand gesetzt. Am 15.6.1951 wurde es als Segelschulschiff „Towarischtsch“(Kamerad) der sowjetischen Marine in Dienst gestellt. 1990 Übergabe mit Flaggenwechsel an die Ukraine.

Im September 1999 wurde sie zur „EXPO am Meer“ nach Wilhelmshaven überführt. Im September 2003 kaufte sie der Tail-Ship Friends e.V. und sie wurde nach Stralsund gebracht, wo in der Werft die Schwimmfähigkeit wieder hergestellt wurde. Am 29. November 2003 Verholung an den jetzigen Liegeplatz und Taufe auf den alten Namen Gorch Fock.

Einschiffung und Start der Kreuzfahrt mit der Sans Souci

Pünktlich 16.00 Uhr begann sie Einschiffung an Bord der MS Sans Souci von Plantours. Wir warteten in der Lounge bei einem Snack, Kaffee und Kuchen. In kleinen Gruppen wurden die Kabinen aufgerufen und so kam es zu keinen Staus oder Drängelein auf der einladenden Lobby mit der Rezeption.

Wir bezogen unsere kleine Kabine auf dem Eems-Deck mit Fenster, was aber leider nicht geöffnet werden konnte. Unsere Kabine verfügte über ein Duschbad.

Am letzten Abend wurden wir mit einem Schwan auf dem Bett überrascht.
Ausfahrt aus dem Hafen in Stralsund


Während der Ausfahrt aus dem Hafen von Stralsund konnten wir noch einmal einen tollen Blick auf Stralsund, die große Rügen Brücke und noch einmal auf die Gorch Fock werfen. Zur gleichen Zeit legte auch unser Nachbarschiff ab.

Erste Station Vitte auf Hiddensee


Kaum an Bord legten wir auch schon ab und die Sans Souci nahm Kurs auf die Ostseeinsel Hiddensee. Bereits 19.30 Uhr legten im Hafen von Vitte auf Hiddensee an. Hier kommt auch die Fähre an und man konnte die unendlich vielen Handwagen der Vermieter der Insel sehen.

Am nächsten Tag wurde als Ausflug eine Fahrt mit dem Pferde-Planwagen nach Kloster mit Verkostung von Sanddornlikör angeboten.


Wir erkundeten stattdessen einen kleinen Teil der Insel und gingen zum Strand. Leider spielte das Wetter nicht mit, es regnete und somit fiel unsere Planung in der Ostsee baden zu gehen ins Wasser. Hohe Wellen peitschten am Sandstrand.

Abendessen im Restaurant – Tisch 13


Für die Mahlzeiten im Restaurant bekamen wir einen festen Platz am Tisch 13 zugewiesen. Fragen: na mit wem werden wir am Tisch sitzen, sind sie unterhaltsam, haben wir nette Gespräche? Von der ersten Minute an, hatten wir uns perfekt verstanden, wir hatten immer extrem viel gelacht, was uns zum Teil unverständliche Blicke von Mitreisenden einbrachte. Bereits beim Frühstück lachten wir ohne Ende.

Zu jeder Mahlzeit, Mittag und Abendessen, gab es ein 3-Gänge Menü, was wir am Morgen beim Frühstück auswählen mussten. Wir genossen die leckeren Speisen, die Küchenchef Laszlo Tancsics mit seinem Team zubereitete.
Insel Rügen – Hafen von Lauterbach

Der Hafen von Lauterbach ist er ideale Ausgangspunkt, um die Insel Rügen kennen zu lernen. Es wurde ein Ausflug mit dem Bus nach Göhren und Binz angeboten.

Ausflug mit dem Rasenden Roland nach Binz


Wir, vom Tisch13, entschlossen uns einen Ausflug mit dem „Rasenden Roland“ ins Ostseebad Binz zu machen. Schon die Fahrt mit der Kleinbahn „Rasender Roland“ war ein Erlebnis.

Rügensche BäderBahn – Rasender Roland ist eine Schmalspurbahn mit 750 mm Spurweite, Dampflokomotiven und Wagen, die teilweise fast 100 Jahre alt sind. Die ab 1895, als Aktiengesellschaft, auf der Insel Rügen, mit drei Strecken, eine maximale Länge von 97,3 km fuhr. Heute verkehrt die Kleinbahn von Lauterbach Mole, über Putbus, Binz nach Göhren und zurück.

Binz – größtes Seebad der Insel Rügen

Das Ostseebad Binz gehört zum Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern und ist das größte Seebad der Insel.

Binz beeindruckt mich immer wieder durch seine prächtige Bäderarchitektur. Die wunderschönen weißen Villen, die die Promenade rechts und links zieren.

Wir spazierten zum Strand, ein wunderschöner breiter Sandstrand mit einer Seebrücke. Dort genossen wir erst einmal ein Getränk und ließen uns die salzige Luft um die Nase wehen. Am Strand stehen unzählige Strandkörbe, die gemietet werden können.

Abseits von der Hauptpromenade hatten wir einen kleine Fischbude entdeckt, auf die ein aufgestelltes Schild auf der Promenade hinwies. Dort bereiteten zwei Damen leckere Fischbrötchen, von Matjes, Brathering über Backfisch, zu. Wir hatten sogar einen der wenigen Sitzplätze ergattert und echt leckeren Backfisch gegessen. Ein echter Geheimtipp, der sehr begehrt war.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof gingen wir noch durch den Kurpark mit seinen Skulpturen. Mit dem nächsten Zug des Rasenden Roland fuhren wir wieder zurück nach Lauterbach und zum Schiff.
Störtebeker Festspiele in Ralswiek

Am Abend fuhren wir mit dem Bus zu den Störtebeker Festspiele in Ralswiek, was für uns das absolute Highlight war.

Mit „Likedeeler“ ist der VII. Spielzyklus – Teil II wurde uns ein neues Kapitel der Abenteuer rund um Klaus Störtebeker präsentiert. Klaus Störtebeker setzte in der 32. Spielsaison auf der Naturbühne erneut Segel und nahm uns mit auf ein neues, spannendes Abenteuer.

Wir nahmen unsere fantastischen Plätze in der 15. Reihe ein. Ich war total von dem Bühnenbild, der einzigartigen Naturbühne beeindruckt, sie zählt zu den größten und eindrucksvollsten Freilichttheatern Europas. Das ganze Stück voller Spannung und Leidenschaft war echt sehenswert.

Mehr zu unseren Besuch der Störtebeker Festspiele finden sie in meinem Reiseblog www.emotion-on-tour.com

Weiter zu dieser tollen Flusskreuzfahrt geht es im nächsten Artikel, von Peenemünde, Wolgast, über Stettin, das Schiffshebewerk Niederfinow nach Berlin Tegel.

Ich danke Plantours, der gesamten Mannschaft der MS Sans Souci, besonders Kapitän Andre für die Unterstützung und die tolle Zeit an Bord. Mehr zu Plantours Kreuzfahrten. Diese Reise finden sie unter Plantours Kreuzfahrten

Fotos Gabriele Wilms













































































