Auszeit im Bayrischen Wald – Grüner Wald, wildes Wasser und Natur pur

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Raus aus der Tretmühle und rein in den Wald, dies war das Thema meiner letzten Reise in den Bayrischen Wald. Meine Auszeit in die Natur und im Wellnesshotel „Deine Auszeit“.

Ich war schon sehr viel im Bayrischen Wald unterwegs, aber es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken, so konnte ich wieder für mich neue Regionen erkunden und diese möchte ich euch heute vorstellen. Der Mensch braucht Momente der Entspannung, des Luftholens, der wertvollen Erholung und des Genießens. Genau dies kann man im Bayerische Wald. Er ist eine der größten Waldlandschaften Mitteleuropas und erstreckt sich auf fast 250 Quadratkilometer Fläche. Es gibt es viele Rückzugsorte und viel Raum für Aktivität.

Wir tauchen mit allen Sinnen in die Natur des Bayerischen Waldes ein, erleben tiefe Entspannung beim Wellness und auf der sanften Reise mit Waldbahn auf einer der schönsten Bahnstrecken, wandern durch die unterschiedlichsten Regionen, erleben dabei wunderschöne Natur soweit das Auge reicht.

Achslach, die kleinste Urlaubsgemeinde im Landkreis Regen

Als erstes steht Achslach, die kleinste Urlaubsgemeinde im Landkreis Regen auf unserem Programm. Hier befindet sich auch unser Wellnesshotel „Deine Auszeit“, in dem wir während des Besuches wohnte, was ich später noch vorstelle.

Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner 3.v.re., Imker Stefan Fischer2.v.li. (c) Michael Kramhöller

Die 1. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner begrüßte uns und stellte uns ihre Gemeinde vor, sie ist bereits seit 2017 Bürgermeisterin dieser Gemeinde. Achslach wurde 1115 zum ersten Mal unter dem Namen Drasloha erwähnt, die heutige Gemeinde entstand im Zuge der Verwaltungsreformen mit dem Gemeindeedikt von 1818. Das Gemeindegebiet umfasst 30 Quadratkilometer, wovon 70 Prozent Waldfläche sind.

Die idyllische Ferienregion in einer der schönsten Gegenden des Bayrischen Waldes genießt mit sehr guter Gastronomie und perfekt ausgebauten Wanderwegenetz. Es ist Ausgangspunkt für ausgiebige Spaziergänge in unberührter Natur und Wanderung im weitläufigen Waldgebiet am Fuße des Hirschenstein. Im Winter lädt die Ferienregion Achslach-Lindenau, umgeben von hohen Bergen, zu Winter- und Skiwanderungen in einer der schneereichsten Gegend des Bayrischen Waldes ein. Fast 60 km markierte Loipen bieten Langläufern beste Voraussetzungen.

Gemeinsam mit der Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner besuchten wir den Imker Stefan Fischer, dem 1. Vorstand des Imkervereins Ruhmannsfelden. Er stellte uns die Honigherstellung vom Bienenvolk bis Ernte und Verarbeitung zum leckeren Honig vor. Mehr Informationen zur Ferienregion Achslach finden sie www.achslach.de

Wisst ihr wie Honig hergestellt wird? – Einmal hinter die Kulissen geschaut

Imker Stefan Fischer hat die Imkerei von seinem Großvater übernommen, er besitzt 20 Bienenvölker. Er zeigte uns sein Bienenhaus und gab uns einen Einblick in die Bienenstöcke. Ein Bienenvolk besteht aus einer Königin, Dronen und Arbeitsbienen. Im Winter sind es ca. 15.000 – 20.000 Bienen pro Volk, ab April fängt die Königin zu legen an und legt bis Mai ca. 2.000 Eier pro Tag. Dann hat man ca. 60.000 bis 80.000 Bienen in einem Volk. Das sind Arbeitsbienen und die sterben, arbeiten sich praktisch zu Tode. Die Königin wird 5-6 Jahre alt.

Früher hat man mit Strohkästen geimkert. Man hat einmal im Jahr geschleudert, man hat die Hälfte des Wachses herausgeschnitten und das ist ausgepresst worden. War der sogenannte Presshonig. Der Großvater von Stefan Fischer hat 1929 dieses Anwesen gekauft und mit der Imkerei begonnen. Er hat den Hof und die Imkerei von seinem Großvater übernommen, 2029 wird 100-jähriges Jubiläum der Imkerei am Hof gefeiert und er hofft, dass sein Enkel mal sie Imkerei übernimmt.

Grundstein in dem Bienenstock sind die künstlichen Nisthöhlen, die Bienenkästen, oder auch Magazine genannt, darin sind in drei Etagen die Holzrahmen eingehängt. Auf den Holzrahmen mit Drahtgeflecht und Bienenwachsplatten, die eingelötet werden, bauen die Bienen ihre Waben zur Aufzucht der Brut und zur Honigherstellung. Diese werden von Imker Stefan selbst hergestellt. Der Bienenstock besteht aus drei Etagen, dem unteren, dem Brutraum, der durch ein Absperrgitter von der nächsten Etage, den Honigraum getrennt ist, damit die Königin nicht in den Honigraum gelangt. 9 Bienenwaben werden in das Magazin gehängt. Am Boden der Holzkiste befindet sich ein Flugloch.

Die Bienenwaben sind aus Wachs, die an den senkrechten Wänden von oben nach unten gebaut werden. Die Bienen produzieren das Wachs für die Waben selbst, dafür besitzen sie in ihrem Hinterleib Wachsdrüsen, mit denen sie kleine Wachsplättchen „herausschwitzen“. Mit ihrem Mundwerkzeug kneten sie sie weich und verbauen sie zu sechseckigen Wachszellen. Diese Bienenwaben dienen der Bienenaufzucht und der Speicherung von Honig und Pollen.

Die Ernte beginnt Anfang August. Zum Ernten müssen die Honigwaben bienenfrei sein, dazu werden die Waben abgekehrt, seit je her eignen sich Gänsefedern dazu am besten. Die Honigwaben kommen in eine Box und müssen verschlossen werden. Die Waben werden von dem Wachs befreit und kommen hochkant in die Honigschleuder. Um ein Brechen der Waben zu vermeiden, werden diese anfangs bei niedriger Umdrehungszahl geschleudert, sie werden mehrmals gewendet. Dank der Zentrifugalkraft der Honigschleuder wird der Honig aus den Waben gelöst und an die Trommelwand geschleudert. Dann läuft der Honig an der Trommelwand herunter und fließt über den Honighahn durch das Spitzsieb in den Auffangkübel.

Und dann durften wir noch drei Sorten des Honigs von Imker Stefan Fischer verkosten, er war so lecker, mir schmeckt der cremig gerührte am besten.

Wellness-Auszeit im Hotel „Deine Auszeit“

Am Nachmittag stand dann Wellness-Auszeit im Hotel „Deine Auszeit“ in Achslach auf dem Programm. Früher war das Hotel der Forellenhof, dann der Schnitzelwirt mit den größten Schnitzeln der Umgebung.

In meinem geräumigen Zimmer lag bereits der Bademantel bereit und eine Badetasche mit großen Saunatuch und flauschigem Badehandtuch standen bereit.

Im Wellnessbereich kann man in vier verschiedenen Saunen, einer Kräutersauna, Infrarotsauna, Dampfbad und einer finnischen Sauna gesund schwitzen.

Entspannen und nachruhen kann man in den Ruheräumen, wobei ich mir etwas mehr Ruhe gewünscht hätte. Trotz das das Hotel seit April Kinderfrei ist, war es doch recht laut und die Tür zum nächsten Ruheraum knallte ständig zu, schade. Zur Erfrischung gab es Säfte, Tee und Wasser.

Zum Abendessen konnten wir uns an einem Abend an einem köstlichen bayrischen Buffet bedienen. An den anderen Abenden konnte man sich ein fünf-Gänge Menü auswählen. Das Hotel hat eine ausgezeichnete Küche.

Der neue Tag begann für mich perfekt mit einer Runde schwimmen in dem großen Pool.

Gut gestärkt vom Frühstücksbuffet ging es am nächsten Tag Neues im Bayrischen Wald zu entdecken. Mehr Informationen zum Hotel Deine Auszeit der Familie Wölfl finden sie www.hotel-deine-auszeit.de.

Ich danke dem Tourismusverband Ostbayern e.V. , der Tourist-Information Achslach, besonders der 1. Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner und der Familie Wölfl vom Hotel Deine Auszeit für die Unterstützung.

Fotos Gabriele Wilms

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Gabriele Wilms
Über Gabriele Wilms 765 Artikel
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit als Reisejournalistin und Bloggerin. Ich bin Inhaberin des Reisemagazin Toureal und betreue es als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher in den schönsten Hotels, Regionen Europas und weltweit für unser Reisemagazin unterwegs .

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