Auslandsreisen zu Zeiten von Corona

Das Corona-Virus hat die ganze Welt fest in Griff, egal ob privat, beruflich oder in der Freizeit. Besonders auf Reisen ist der Umgang mit der Corona-Pandemie eine Herausforderung. Immer mehr Urlauber verzichten auf das Reisen ins Ausland. Die Angst und Unsicherheit sind einfach zu groß.

Ich hatte bereits im März eine Flusskreuzfahrt auf dem Douro in Portugal geplant, diese sollte Anfang Juli stattfinden. Im März kam die Corona-Pandemie und bis kurz vor der Reise war es unklar, ob sie stattfindet. Dann war es soweit, die Reise fand statt. Da Portugal nicht zu den Risikogebieten gehört hatte ich auch keine Bedenken die Reise anzutreten. Es war für mich wichtig herauszufinden, wie mit der Pandemie auf Reisen umgegangen wird.

Wir flogen von München und nutzten den Parkservice von Holiday Extras. Hier wurde genauestens auf die Hygienevorschriften geachtet, im Shuttlebus war Maskenpflicht.

In den Flughäfen München, Zürich, Frankfurt und Porto wurde auch immer auf Abstandsregeln und Maskenpflicht hingewiesen. Umso mehr hat es mich erschüttert, dass der Flieger bis fast auf den letzten Platz ausgebucht war. Es bestand zwar auch hier Maskenpflicht, aber zum Trinken wurden diese abgenommen. Und laut einer Expertenmeinung ist die Luft im Flieger bei Weiten nicht so sauber, wie uns die Fluggesellschaften erzählen wollen. Weil eine 50% Auslastung für die Fluggesellschaften unrentabel ist, wird mit voller Auslastung geflogen. Dies ist, meiner Meinung nach, eine Frechheit. Jedes Restaurant darf nur mit 50% Auslastung öffnen und muss auf den Mindestabstand achten, auch wenn es unrentabel ist. Die Lufthansa kassiert Hilfe vom Staat und fliegt dann mit vollen Maschinen ohne irgendwelche Abstände einzuhalten. Auf den Flügen gibt es wegen Corona nichts mehr zu essen, es sei denn man fliegt Business, zum Teil gibt es nicht einmal etwas zu trinken.

Ganz anders auf unserer Kreuzfahrt, die nur 50% der Kabinen auslasteten. Es wurden für rund 50 Personen zwei Busse am Flughafen Porto bereitgestellt, so dass immer eine Reihe frei bleiben konnte und im Bus bestand Maskenpflicht.

Vor Betreten des Schiffes ging es durch die Hygieneschleuse, zur Desinfektion und Fieber messen, auf die MS Douro Serenty zum Corona-Schnelltest. Erst als dieser Test negativ war, durften wir die MS Douro Cruiser betreten und einchecken. Überall an Bord gab es Desinfektions-Spender. Wenn man sich auf dem Schiff bewegte war Maskenpflicht.

Sicherheit ging immer vor, auch besonders beim Essen. Das Frühstücks-Buffet war liebevoll hergerichtet. Alles in portionsweise in Gläschen und auf Teller mit extra Abdeckung. Die warmen Speisen und Gebäck wurden vom Personal ausgegeben. Beim Gang zum Buffet bestand Maskenpflicht, nur am Tisch durften diese abgesetzt werden.

Zu den Ausflügen standen immer zwei Busse bereit, damit der Abstand eingehalten werden konnte. Leider gab es immer wieder mitreisenden Gäste, die sich nicht an die Regeln hielten, wie die freien Reihen im Bus oder das Tragen der Maske im Bus und wenn sie darauf hingewiesen wurden, beschwerten sie sich bei der Reiseleitung. Leider gibt es immer wieder unvernünftige Menschen, da kann sich der Veranstalter noch so anstrengen. Nach den Ausflügen wurde, vor Betreten des Schiffes, immer Fieber gemessen und desinfiziert.

Fazit:

Auch wenn Reisen ohne Maskenpflicht um einiges einfacher und angenehmer ist, man gewöhnt sich dran. Während unserer Flusskreuzfahrt habe ich mich immer, dank der guten Organisation und Hygiene – Maßnahmen der Rederei nicko cruises, absolut sicher gefühlt. Daher kann ich beruhigt ein Flusskreuzfahrt mit nicko cruises empfehlen.

Von einer Flugreise zu Corona-Zeiten kann ich aber nur abraten, dies ist einfach unverantwortlich, wie leichtfertig die Fluggesellschaften damit umgehen.

Ich danke nicko cruises, Kapitän Armando Freitas und der gesamten Mannschaft der MS Douro Cruiser für die tolle Reise und die Unterstützung.

Fotos Michael Cremer und Gabriele Wilms

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Gabriele Wilms
Über Gabriele Wilms 756 Artikel
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit als Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels, Regionen Europas und weltweit.

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