Baden-Baden, ein Kurort der Superlative erleben

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Baden-Baden ist nicht irgendein Kurort, eher handelt es sich um eine historische Perle, die vielen anderen Städten zum Vorbild diente. Die herrliche Lage am Westrand des Schwarzwalds ist ein deutlicher Pluspunkt, der sich nicht nachahmen lässt. Ebenso steht es mit den heißen Quellen, die schon die Römer zu schätzen wussten.

Baden-Baden, Trinkhalle, Foto Baden-Baden.com

Die relativ kleine Stadt mit ihren knapp 55.000 Einwohnern hat es zu Weltruhm gebracht, weshalb die Kurgäste nicht allein aus Deutschland, sondern auch aus anderen Ländern herbeiströmen. Sie wartet mit einem breiten Kulturangebot und luxuriösen Thermalbädern auf, kleidet sich in historische Gewänder und geizt nicht mit Historie. Das Theater Baden-Baden feierte seine Eröffnung im Jahr 1862, seit 1918 hält es ein festes Schauspielerensemble bereit. In den ehrwürdigen vier Wänden gelangen Werke von Kleist und Shakespeare zur Aufführung, aber auch modernere Stücke kommen nicht zu kurz.

Verbrechen und Strafe, Foto Jochen Klen, Theater Baden-Baden

Daneben sorgt das Festspielhaus für glanzvolle Events vor bis zu 2.500 Zuschauern. Es darf sich mit dem Titel „größtes Opern- und Konzerthaus Deutschlands“ brüsten, in Europa liegt es an zweiter Stelle. Regelmäßig treten international bekannte Stars auf, die Musicals und Konzerte sind traditionell von hoher Qualität. Premium-Gastronomen sorgen für das leibliche Wohl der Besucher: Das Vergnügen ist insgesamt nicht billig, aber dafür einzigartig.

Weiskirchen, Foto Gabriele Wilms

Hier wird ersichtlich: Das luxuriöse Flair zieht sich nicht nur durch die Stadtgeschichte, sondern hat auch in der Gegenwart seinen Platz gefunden. Damit ähnelt Baden-Baden zum Beispiel dem Kurort Weiskirchen. Freunde von Architektur, Kultur und Wellness kommen in jeder Hinsicht auf ihre Kosten. Fast in der Tradition vieler deutscher Kurstädte verwurzelt, beherbergt die Stadt in ihrem prächtigen Kurhaus auch ein berühmtes Casino, das als eines der ältesten in Europa gilt. Kurz nachdem es 1834 seine Pforten öffnete, spielten in den Sälen nicht nur Einheimische, sondern auch Franzosen und sogar der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski Klassiker wie Blackjack und Poker. Wen es heute hierher verschlägt, der atmet also Geschichte und folgt den Fußspuren vergangener Prominenz.

Auch im Stadtmuseum kommt Spannung auf: Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte dieser besonderen Stadt, beginnend bei den Römern bis hin zum Hier und Jetzt. Die Besucher erfahren vieles über den Wandel der Kuren über die Jahrhunderte hinweg und lernen den mondänen Kurort des 19. Jahrhunderts näher kennen. Historisches Spielzeug gibt es hier ebenso zu sehen wie böhmische Gläser und plastische Bildhauerwerke von der Römerzeit bis heute. Eine detailreiche Sammlung, die jedem, der sich auf sie einlässt, ein anschauliches Bild bewegter Historie vermittelt.

Baden-Baden, Photo by Suissgirl, Pixabay Licence

Die Kunsthalle Baden-Baden, die seit 1909 besteht, verfügt hingegen über keine Dauerausstellung. Die Räumlichkeiten beherbergen wechselnde Ausstellungen, es gibt also immer wieder Neues zu sehen. Eine im Jahr 2004 errichtet gläserne Brücke führt zum Museum Frieder Burda, dort bekommen interessierte Menschen beinahe 800 Kunstwerker zu sehen, vom Gemälde über die Skulptur bis hin zu gedruckten und gezeichneten Werken.

Es lohnt sich durchaus, auch einfach nur durch die Straßen zu bummeln und die Fassaden von außen zu bestaunen. Das Stadtbild ist stark geprägt von der opulenten Formensprache des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, jenen Tagen, als Baden-Baden in schönster Blüte stand. Das Kurhaus bildet seitdem den gesellschaftlichen Mittelpunkt dieses bezaubernden Ortes, was sich selbstverständlich architektonisch bemerkbar bar. Das Gebäude erstreckt sich schneeweiß und säulengeschmückt quer durch den blumengeschmückten Kurpark. Menschen, die durch die Anlage bummeln, können es gar nicht verfehlen.

Baden-Baden, Caracalla-Therme, Foto Baden-Baden.com

Für Entspannung und Wasserfreuden sorgen die Caracalla Therme und das Friedrichsbad. Das Erstgenannte Wellness-Paradies liegt eng am Altstadtrand und bietet einen wunderschönen Panoramablick auf den Schwarzwald. Zwei Stockwerke nimmt das Bad für sich in Anspruch, mit einem vielfältigen Angebot vom gern genutzten Thermalbecken über die wohltuenden Dampfbäder und die komfortable Gastronomie bis hin zur abwechslungsreichen Aquagymnastik. Die Eröffnung erfolgte 1877, das Ambiente hat sich bis heute gehalten, wenn Technik und Ausstattung heute modernsten Standards entsprechen.

Eine interessante Ergänzung dazu bieten die römischen Badruinen aus den Jahren 69 – 79 n. Christus. Sie befinden sich ein wenig unterhalb der sprudelnden Thermalquellen und bildeten einst ein hochkomfortables Bäderviertel. Leider ist nur ein geringer Anteil davon erhalten, weil im 3. Jahrhundert die Alemannen (fast) alles zerschlugen. Als die Bauarbeiten zum Friedrichsbad begannen, entdeckte man die Ruinen und legte sie sorgsam frei. Heute werden sie der Öffentlichkeit in musealer Atmosphäre präsentiert, als Erinnerung daran, wie viele Generationen bereits vom warmen, mineralhaltigen Quellwasser profitieren.

Auch die Wasserkunstanlage „Paradies“ ist einen Abstecher wird. Am Annaberg gelingt es ihr, einen Höhenunterschied von etwa 40 Metern zu überbrücken und zaubert atemberaubende Wasserbilder in sprudelnden Kaskaden. Von hier aus ergibt sich ein bildschöner Ausblick über Baden-Badens Altstadt und den flankierenden Friesenberg. Jetzt nur noch ein Spaziergang über die Lichtentaler Allee, die sich mehr als 2 Kilometer durch die Stadt zieht und von hohen Bäumen gesäumt wird. Außerdem kreuzt sie eine elegante Parkanlage mit zahlreichen feinen Villen und gehobenen Hotels. Wer mag, besucht den nahe liegenden Rosengarten, der besonders im Spätsommer einen faszinierenden Anblick bietet.

Baden-Baden, das bedeutet Abwechslung, Erholung und Spaß. Die Stadt ist bei Weitem nicht nur Oberfläche, sondern sie berührt den Menschen tief im Inneren, streichelt seine Seele. Wochenendbesucher merken oft, dass zwei Tage nicht reichen, um ganz tief einzutauchen in Historie und Kultur: Sie kehren meistens wieder und bringen im zweiten Anlauf mehr Zeit mit. Das hat sich Baden-Baden tatsächlich verdient.

Quelle in Kooperation mit – TevMedia, Fotos: Baden-Baden.com

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