E-Bike-Genusstour um Karlsruhe (Teil 2)

Begleitet mich auf eine 4-tägigen Pedelec-Tour durch die Region Karlsruhe, um Baden, Pfalz und das Elsass kennen zu lernen und hier darüber zu berichten. Mit E-Bike und Bahn besuchten wir verschiedene Weingüter und den Vogelbräu, der bekanntesten Privatbrauerei von Karlsruhe.(Teil 2)

Wir starten und machen als Erstes einen Fotostopp am Schloss und weiter geht es durch den Schlosspark und den angrenzenden Wald. Karlsruhe wurde erst kürzlich als „fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands“ ausgezeichnet. Die gut ausgebauten Radwege auf völlig ebenem Terrain eignen sich gerade für Familien mit Kindern und Großeltern besonders gut.

Dieser Radweg ist sehr idyllisch, wir radeln entlang der Alb, die im Nordschwarzwald entspringt und bei Ettlingen den Schwarzwald verlässt und die Rheinebene in nordwestlicher Richtung durchquert. Rund 5,5 km nördlich von Karlsruhe mündet sie in den Rhein.

Es geht über die Rheinbrücke auf die andere Seite des Rheins. Dann fahren wir wieder ein Teil der Strecke mit der Bahn, da unser Programm sonst zeitlich nicht schaffen ist. Aber wir wollten ja auch das Fahren mit Bahn und Fahrrädern testen. Von Karlsruhe aus ist man nach wenigen Kilometern bereits in Frankreich. Rheintal und Vogesen vermitteln beim Radeln traumhafte Natur und unvergessliche Eindrücke.

Die Radtour durch das Elsass ist zum Teil doch recht hügelig, aber mit dem E-Bike absolut kein Problem. In Frankreich erreichen wir die wunderschöne Stadt Wissembourg. Hier machen wir einen lohnenswerten Fotostopp. Wissembourg wird auf Deutsch Weißenburg genannt und beeindruckt mit seinem Rathaus und den Fachwerkhäusern. Sie gilt als eine der schönsten Städte Frankreichs.

Hotel Restaurant Le Cleebourg und Winzergenossenschaft Le Cleebourg

Weiter geht es rund 5 km weiter zu unserem Tagesziel, zum Hotel Restaurant Le Cleebourg. Es liegt zwischen Rott, Frankreich und Cleebourg innerhalb des Naturparks der Nordvogesen, der als Biosphärenreservat von der UNESCO anerkannt ist.

Von hier genießen wir den traumhaften, weitläufigen Blick über die Landschaft. Das kleine Hotel verfügt über 22 komfortabel eingerichtete Zimmer.

Die netten Gastgeber hatten uns zu einem deftigen Mittagessen eingeladen. Dazu wird uns natürlich Wein der Winzergenossenschaft von Cleebourg gereicht. Als Aperitif gab es den berühmten Crémant, der ebenfalls in der Winzergenossenschaft gestellt wird.

Nach dem leckeren Essen geht es in die nur 100 m entfernte, international berühmten Winzergenossenschaft von Cleebourg, Cave Vinicole de Cléebourg. Bei der interessanten Führung durch die Produktion erfahren wir alles Wichtige über die Wein- und Crémant-Herstellung und im Anschluss durften wir den echt guten Wein auch verkosten.

Die Winzergenossenschaft Cleebourg wurde am 26. Mai 1946 gegründet und liegt an der Elsässer Weinstraße. Sie vereint 170 Winzer aus dem Weinbaugebiet Cleebourg, Oberhoffen-les-Wissembourg, Riedseltz, Rott und Steinseltz.

Sie produziert jährlich ungefähr 15.000 Hektoliter Wein und Crémant, dem Elsässischen Sekt, der echt richtig gut schmeckt. Die Weinberge dieses Winzer sind die nördlichsten des Elsass und grenzen an die pfälzischen Weinberge, gehören damit geologisch, klimatisch und geschmacklich eher zur Südpfalz. Mehr zur Cave Vinicole de Cléebourg 

Wir schwingen uns wieder auf unsere E-Bikes und radeln bergauf und -ab nach Schweigen. Dort kehrten wir in Pfeffer`s Schirmbar am Deutschen Weintor ein, wo uns Bernd, der Inhaber schon erwartet. Mehr über Pfeffer`s Schirmbar 

Einkehr in die legendäre Bierkneipe Vogelbräu Karlsruhe

Vom Bahnhof Schweighofen geht es mit der Bahn nach Karlsruhe zu unserem Abendprogramm, dem krassen Gegensatz, wir sind in die legendäre Bierkneipe von Rudi Vogel zum Vogelbräu Karlsruhe eingeladen.

Über den Vogelbräu werde ich in einem späteren Artikel mehr erzählen. Nur kurz das hausgebraute trübe Bier ist einfach köstlich, mir schmeckt das „Rote“ am besten. Zu später Stunde fahren wir mit der Straßenbahn in unser Hotel, dem Blauen Reiter zurück und ich falle nach der warmen, wohltuenden Dusche nur noch ins Bett. Wir hatten rund 65 km im Laufe des Tages mit dem Rad zurückgelegt und ich muss sagen, ich habe es kaum gemerkt.

  1. Radtour zu den Heitlinger Genusswelten

Am dritten Tag fuhren wir mit der Straßenbahn in die Stadtmitte, trafen uns an der Pyramide, um unsere Pedelecs zu holen. Auf geht´s zur Traumtour durch den Hardtwald in das Kraichgau. Wir fuhren bei Traumwetter auf gut ausgebauten Radwegen, lassen uns den Fahrtwind um die Nase wehen, die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt zwischen 20 und 23 km/h. Es machte einfach Spaß.

Aus der Strecke machten wir am Schloss Bruchsal einen kurzen Halt, um Fotos die Schönheit auf Fotos fest zu halten. Der Grundstein für das Schloss wurde 1722 gelegt. Dabei bestimmen Repräsentation, Illusion und Inszenierung die Architektur. Die bunten Malereien an den Außenfassaden täuschen plastische Dekorationen vor. Ein wirklich schönes Fotomotiv.

Nach rund 45 km erreichen wir die Heitlinger Genusswelten. Im Heitlinger Golfclub wurden wir mit einem Gläschen Sekt empfangen. Dann ging es steil bergauf und wieder bergab mit dem Rad zum Heitlinger Hotel und der Vinothek. Leider hatte ich versäumt den Motor einzuschalten und damit fehlte mir der Schwung und ich musste mein schweres Rad bergauf schieben, dies kostete extrem Kraft, aber am Ziel wurde ich mit einem leckeren Tropfen für meine Mühe entschädigt.

Die Heitlinger Genusswelten, das sind entspannte, moderne Gastlichkeit inmitten von Weinbergen und ursprünglicher Natur des Kraichgaus. Übernachten im modernen Hotel Heitlinger Hof, eine Runde Golf auf dem 18-Loch-Golfplatz im fünf Sterne Superior Heitlinger Golfresort spielen, er genügt höchsten Ansprüchen.

Die Besichtigung des weltbekannten Weingutes Heitlinger war sehr interessant. Die Trauben für alle Heitlinger Gutsweine werden von Hand gelesen, sie stammen von sogenannten gepflegten Weinbergen.

Danach wurden wir zu einer typischen, schwäbischen Vesper eingeladen und durften die tollen Weine probieren. Mein absoluter Favorit war der Gutswein Heitlingen Rose, ich hatte zuvor nie so einen guten Rose-Wein getrunken. Mehr Heitlingen Genusswelt

Danach radelten wir zum Bahnhof, um mit dem Zug nach Karlsruhe Durlach zu fahren. Beim Absteigen vom Rad blieb ich mit dem Polster der Radlerhose am Sattel hängen und ich stürzte mit samt dem schweren Rad auf meinen linken Arm. Durch dieses Missgeschick konnte ich leider nicht mehr Fahrrad fahren.

Abendeinkehr im Vogelbräu Durlach

Zur Abendveranstaltung kehrten wir beim Vogelbräu Durlach gleich neben unserem Hotel Blauer Reiter ein.

Als Höhepunkt ließ uns Rudi Vogel zwei selbst gebrannte Whiskys probieren. Ich hatte noch keine so guten Whisky getrunken, einfach ein Genuss.

Letzter Tag unserer Genusstour – Affentaler Winzer eG

Am letzten Tag unserer Genusstour fuhren wir mit dem Zug in Richtung Bühl. Die Biketour ging am Fuße des Schwarzwaldes bis nach Bühl zur Vinothek Affental. Da ich auf Grund meiner Armverletzung nicht radeln konnte, fuhr ich mit der Bahn bis Bühl und ging zu Fuß die 3 km bis zur Vinothek.

Dort traf ich die Radler wieder und wir besichtigten die Weinproduktion der Affentaler Winzer eG. Der Ursprung des Betriebes geht auf das Jahr 1908, als der Naturweinbauverein Affental gegründet wurde.

Eine Besonderheit ist die bekannte Affenflasche, heute Markenzeichen der Affentaler Winzer. Diese besondere Flasche gibt es seit 1949 in fast unveränderter Form. Diese Flasche trug zur weltweiten Bekanntheit der Affenweine bei. Jede Affenflasche muss manuell in Handarbeit beklebt werden.

Die Idee mit dem Affen auf der Flasche entstand in den 40er Jahren, wobei die Gemeinde Affental den Namen gab. Dieser ist aber nicht auf da lebende Affen zurück zu führen, sondern auf den Ursprung im Mittelalter. Damals hatten Zisterzienser-Mönche des Klosters Baden-Baden-Lichtental damit begonnen Spätburgunderreben anzubauen. Einst als „Ave-(Maria)-Tal“ bezeichnet, machte der Volksmund daraus „Affental“.

Natürlich durften wir die Weine auch verkosten und dazu hatte uns der Koch leckere Schwarzwälder Schäufele zubereitet. Frau Nicole Kist, die mit uns die Kellerführung durchführte, zeigte uns wie man den Öchslegrad der Trauben bestimmt. Mehr zur Affentaler Winzer eG.

Abschluss im Vogelbräu Ettlingen

Zum Abschluss unserer Genusstour waren wir im Vogelbräu Ettlingen eingeladen. Dieses Restaurant mit tollem Biergarten ist in dem ehemaligen Kino von Ettlingen untergebracht.

Ausstellungsstücke, wie zum Beispiel ein alter Filmprojektor, dieser Zeit sind heute noch im Restaurant zu bestaunen. Seit dem 12 Juni 1988 läuft im alten Ettlinger Kino der immer gleiche Kult-Film des unfiltrierten Originals. Ein Bier wie Kino,

Ein herzliches Dankeschön an den Veranstalter dieser Pedelec-Tour die Europaeische-Insidertipps Redaktion Karlsruhe, besonders Michael Bartholomäus. Er hatte dieses Events umgesetzt. Ein großes Dankeschön an alle Sponsoren, wie Fahrradverleih Swapfiets, den Sportausstattern Deuter, Gonzo und Vaude, dem Hotel am Gottesauer Schloss und Hotel Der Blaue Reiter, dem Vogelbräu, der Wirtschaftsförderung Technologietransfer Karlsruhe, dem Verkehrsverein Tourismusregion Karlsruhe e.V und dem KVV für die Unterstützung.

ZUm 1. Teil unserer E-Bike-Tour https://toureal.de/aktivreisen/27400/e-bike-genusstour-um-karlsruhe.html

Fotos Gabriele Wilms

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Gabriele Wilms
Über Gabriele Wilms 762 Artikel
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit als Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels, Regionen Europas und weltweit.

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