Mit der Vasco Da Gama im Ägäischen Meer kreuzen (Teil1)

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Ich hatte das große Glück wieder mit der Vasco Da Gama mitfahren zu dürfen. Dieses Mal kreuzten wir in der Ägäis von Athen, Mykonos, Kusadasi, Dikli, Volos, Thessaloniki über Kavala nach Istanbul.

Mit dem Charterflug der polnischen Fluggesellschaft Enter Air flogen wir, auf Grund technischer Probleme, mit 4 Stunden Verspätung vom Flughafen Frankfurt/Main nach Athen. Die Vasco Da Gama  musste auf uns warten. Wegen der Verspätung hatte ich leider gar nichts von Athen und der Akropolis gesehen. Kaum an Bord legte das Schiff vom Hafen von Piräus in Athen ab, um in der Ägäis, dem nordöstlichen Teilmeer des Mittelmeeres zu kreuzen.

Mykonos – Insel im Ägäischen Meer

Am nächsten Morgen legten wir am Hafen von Mykonos an. Die griechische Insel Mykonos gehört zur Inselgruppe der Kykladen und ist die beliebteste und teuerste griechische Insel. Wir waren im April da, es war Vorsaison und das war gut so. Überall putzte man sich noch für die Saison heraus, es wurde repariert, gestrichen und einfach aufgehübscht. In der Hauptsaison soll die Insel hier von Touristen überfüllt sein, die die wilden Partynächte, das Nachtleben und den tollen Strand lieben.

Wir hatten keinen Ausflug gebucht, da wir Mykonos auf eigene Faust erkunden wollten. Vom Schiffsanleger brachte uns ein Sea Bus für 3 € pro Tour in die Stadt Mykonos.

Als Erstes fielen uns die typischen weißen Häuser mit den blauen Fenstern und Türen auf. Genauso stellt man sich Griechenland vor. Wir spazierten durch die engen, wunderschön gepflasterten Gassen und ich war einfach begeistert.

Dann entdeckten wir die Windmühlen, dem Wahrzeichen der Insel. Sie sind das beliebteste Fotomotiv. Die fünf weißen Windmühlen aus dem 16. Jahrhundert stehen aufgereiht auf einem Hügel oberhalb der Stadt Mykonos.

Wir spazierten weiter und erkundeten die wunderschöne Altstadt mit den weißgekalkten Häusern und ihren farbigen Holzbalkonen, kleine Boutiquen laden zum Flanieren ein, es war einfach malerisch. Wir kehrten in einer kleinen Bar ein, um ein typisches griechisches Bier zur Abkühlung zu trinken.

Bei unserem Bummel durch die Stadt kamen wir an verschieden hübschen Kapellen vorbei, die typisch für Griechenland sind.

Dann führen wir mit dem Sea Bus wieder zurück und konnten noch einmal vom Wasser aus Mykonos bestaunen.

Wir hatten auch einen tollen Blick auf unser Schiff, die Vasco Da Gama. Am Abend legten wir ab und führen 99 Seemeilen in Richtung Kusadasi.

Türkische Hafenstadt Kuşadası

Am nächsten Morgen legten wir im riesigen Kreuzfahrthafen von Kuşadası an. Von hier aus wurde ein Ausflug in die antiken Ruinen von Ephesos angeboten. Im letzten Jahr war ich mit der Costa Venezia bereits hier und machte diesen Ausflug mit. Aus diesem Grund blieben wir nur in der Stadt Kuşadası, die wir gut zu Fuß erreichten.

Kuşadası war früher eine eher unbedeutende Hafenstadt an verschiedenen Handelsrouten. Heute ist Kuşadası ein Badeort mit 18 km langen, malerischen Sandstränden an der westlichen Ägäisküste der Türkei.

Schon von weiten sichtbar war der große Schriftzug von Kuşadası auf dem Hügel. Die Strandpromenade lud zum bummeln und verweilen.

Von hier sind die Kreuzfahrtschiffe ein beliebtes Fotomotiv und dies auch für mich.

Vor der Küste befindet sich die Taubeninsel, die durch eine Dammstraße mit dem Festland verbunden ist. Auf ihr befindet sich eine ummauerte byzantinische Festung, die einst dem Schutz der Stadt diente.

Wieder zurück an Bord genossen wir die entspannte Zeit bis zum Abendessen. Am Abend legte die Vasco Da Gama in Richtung Dikili ab.

Dikili und die Pergamon Akropolis

In Dikili lag die Vasco Da Gama auf Reede und es brachten uns Tenderboote an Land.

Wir hatten einen Ausflug zu der Pergamon Akropolis gebucht. Ein Bus brachte uns zur Talstation und wir fuhren mit der Gondel hinauf auf den 330 m hohe Burgberg.

Oberhalb von Pergamon‚ der heutigen Stadt Bergama, die antike griechische Stadt nahe der Westküste Kleinasiens, im Westen der heutigen Türkei thronen die Ruinen der alten Akropolis von Bergamon. Sie war während des 3. und 2. Jahrhunderts v. Chr. Hauptstadt des Pergamenischen Reichs. Sie wurde besiedelt und blühte in der Epoche des Hellenismus zu einer antiken Weltstadt auf. Der antiken Legende nach wurde hier das nach Pergamon benannte Pergament erfunden, es war aber ein Zentrum der Pergamentproduktion.

Der Kern aus einem tafelbergförmigen Massiv der Hochfläche der Akropolis besteht aus Andesitgestein. Der Berg fällt nach Norden, Osten und Westen sehr steil ab, die Südseite bildet über drei natürlichen Absätzen einen flacheren Übergang zur Ebene.

Man muss sehr viel Phantasie aufbringen, um sich den Zeus-Altar auf der Akropolis vorstellen zu können. Es ist nur das Rasterfundament und die Basis einiger Säulen vorhanden, die an das berühmteste Bauwerk erinnern, dem vermutlich Zeus und Athena geweihte Pergamonaltar. Die Reste des Pergamonfrieses sind im Berliner Pergamonmuseum zu besichtigen.

Besonders sehenswert ist das Hangtheater von Pergamon aus der hellenistischen Zeit. Es bot 10.000 Zuschauern Platz und mit den 78 Sitzreihen überwand man 36 Höhenmeter. Damit besaß es das am steilsten ansteigende Zuschauerrund aller antiken Theater.

Auf der höchsten Stelle des Burgbergs erhob sich der Tempel für Trajan, der Trajaneum in Pergamon. Auf der mit Gewölbekonstruktionen vorbereiteten Terrasse erhob sich der Tempel mittig auf einem 2,90 Meter hohen Podium. Er war ein rund 18 Meter breiter Peripteros korinthischer Ordnung mit 6 × 9 Säulen und zwei Säulenstellungen zwischen den Anten. Das Areal wurde im Norden durch eine erhöht stehende Säulenhalle abgeschlossen und an der Ost- und Westseite von einfachen Quadermauern begrenzt. Die Ruinen der Akropolis von Pergamon sind wirklich beeindruckend und an Hand des Modells konnten wir uns eine genaue Vorstellung machen, wie sie einmal ausgesehen haben musste.

Am Nachmittag schauten wir uns die Stadt Dikili an, besuchten den Markt und tranken typischen türkischen Tee.

Wir wurden von Einheimischen eingeladen die Moschee zu besichtigen.

Am Nachmittag wurden die Anker gelichtet und wir fuhren in Richtung Volos.

Am Abend gab es ein Barbecue mit einem Festival an Grillspezialitäten auf dem Lido Deck 11 rund um den Pool. Besonders beeindruckend waren die geschnitzten Früchte. Wir nahmen nur Koste-Häppchen, denn bei uns stand ein Geburtstags-Menü auf dem Programm.

Meine Freundin Luise feierte ihren 60-zigsten Geburtstag und aus diesem Grund hatten wir ein Überraschungsmenü im Spezialitätenrestaurant The Grill auf Deck 8 organisiert.

Zum Abschluss gab es die Geburtstagstorte, die das Servicepersonal mit einem Ständchen servierte. Ein rundum gelungener und unvergessener Abend. Mehr Reiseerlebnisse zu unserer Reise durch die Ägäis könnt ihr im zweiten Teil etwas später lesen und sehen.

Vasco Da Gama Kapitän Adrian Firsov,, Hotel Direktor Gerald Kugler, Kreuzfahrtdirektor Michael Schuller

Ich danke Nicko Cruises und der gesamten Besatzung der Vasco Da Gama für die Unterstützung und die fantastische Reise mit dem wunderschönen Schiff. Mehr zu Reisen mit der Vasco Da Gama findet ihr hier

Fotos Gabriele Wilms

Mit der Vasco Da Gama in den wärmenden Süden (Teil 1)

Mit der Vasco Da Gama in den wärmenden Süden (Teil 2)

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Über Gabriele Wilms 657 Artikel
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit als Reisejournalistin und Bloggerin. Ich bin Inhaberin des Reisemagazin Toureal und betreue es als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher in den schönsten Hotels, Regionen Europas und weltweit für unser Reisemagazin unterwegs .

4 Kommentare

  1. Gabriele, großes Kompliment. solche Berichte erfordern eine Menge Recherche, also Arbeit. Selbst Erlebtes und Historisches hast Du komplett gekonnt in Verbindung gebracht. PERFEKT❤️

  2. ich sehe gerade entspannen mit Toureal. Du bringst da Check 24 ins Spiel. Diese Preise halte ich auch. Wäre schön, Du würdest ein normales Reisebüro empfehlen.🙋🏼‍♀️

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