Kneippen daheim der Frischekick für’s Immunsystem

Expertentipp – Gesundheitskompetenz aus den bayerischen Heilbädern und Kurorten frei Haus: GESUNDES BAYERN-Expertin Ines Wurm-Fenkl aus Bad Wörishofen erklärt, wie beispielsweise Wasseranwendungen als Kernelement der Kneipp-Lehre das Immunsystem in Schwung bringen.

Bad Wörishofen, Kneipp, Ines Wurm-Fenkl
Foto ©gesundes-bayern.de by-Gert Krautbauer

Ines Wurm-Fenkl ist Kneipp-Expertin an der Sebastian-Kneipp-Akademie in Bad Wörishofen. 60-Sekunden-Portrait der Kneippianerin Wurm-Fenkl: www.gesundes-bayern.de/themen/kneippen-fuer-das-immunsystem. Für sie ist die von dem gebürtigen Ottobeurener Pfarrer im 19. Jahrhundert entwickelte Hydrotherapie – eines von fünf Kneipp-Elementen – das Naturheilverfahren der Wahl, um Krankheitserreger abzuwehren.

Das Prinzip dahinter: Auf Kaltwasserreize reagiert der Körper mit der Produktion von Wärme und mehr Abwehrstoffen, die durch eine verbesserte Durchblutung gleich dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden. Dabei ist Kneippen nicht nur effektiv, sondern auch einfach in den Alltag zu integrieren: „Lediglich ein Wasseranschluss, ein Waschbecken und ein großer Eimer, in dem beide Füße bequem Platz haben, sind nötig“, erklärt Ines Wurm-Fenkl und gibt konkrete Tipps, wie eine Kneipp-Kur zu Hause aussehen kann.

Fit durch den Tag:

Der Morgen startet mit einer Oberkörperwaschung mit 16 bis 18°C kaltem Wasser, zusätzlich kann desinfizierender Essig zugegeben werden (4 EL auf 1 Liter Wasser). Den Rücken erreicht man gut mit einem nassen Handtuch.

Nachmittags folgt ein belebendes Armbad: einfach Spül- oder Waschbecken mit 16 bis 18°C kaltem Wasser füllen und die Arme bis über die Ellbogen ca. 20 Sekunden lang eintauchen. Dann das Wasser abstreifen und trocknen lassen. Dabei die Arme bewegen, zum Beispiel Zahlen in die Luft schreiben.

Den Tag beschließt beruhigendes Wassertreten, am besten direkt vorm Zubettgehen. Dazu einen Farbeimer oder Ähnliches bis zur halben Wadenhöhe mit 16 bis 18°C kaltem Wasser füllen und eine Minute lang wie ein Storch auf- und abtreten. Dann das Wasser abstreifen und ab ins Bett.

Bitte immer beachten: Der Körper muss warm sein, bevor man mit den Kaltwasserreizen beginnt. Außerdem sind eiskalte Ganzkörperduschen nur für Erfahrene geeignet.

Wache Home-Office-Augen und starke obere Atemwege:

Gesicht 10 bis 20 Sekunden in eine Schüssel mit kaltem Wasser tauchen, dabei die Augen öffnen, hin- und her rollen und mit den Lidern klappern. Das hilft gegen übermüdete Augen, aber auch bei Heuschnupfen-Beschwerden und es stärkt die Nebenhöhlen sowie die Abwehrkräfte der oberen Atemwege.

Vor über 150 Jahren begründete Pfarrer Sebastian Kneipp seine Naturheillehre im Allgäuer Städtchen Bad Wörishofen, die neben der Wassertherapie auch die Elemente Bewegung, gesunde Ernährung, Kräuter und innere Ordnung beinhaltet.

Vor-Ort-Angebote in den bayerischen Heilbädern und Kurorten für die Zeit, wenn Reisen wieder möglich ist, und weitere Tipps der GESUNDES BAYERN-Experten finden sich unter www.gesundes-bayern.de.

Weitere Informationen und das ausführliche Interview mit Ines Wurm-Fenkl gibt´s unter www.gesundes-bayern.de/themen/heilmittel-naturheilverfahren/kneippkur/kneipp-im-badezimmer.

Über GESUNDES BAYERN

Unter der Marke GESUNDES BAYERN präsentieren sich die bayerischen Heilbäder und Kurorte mit modernen, qualitativ hochwertigen und ganzheitlichen Gesundheitsprogrammen. Verschiedene Prädikate und Siegel sichern das hohe Niveau der Partner, die ihren Gästen „höchste Gesundheitskompetenz in bayerischer Urlaubsqualität“ bieten. Ein Leistungsversprechen, das Gäste mit GESUNDES BAYERN von der Unterkunft über die Gastronomie bis hin zur medizinischen Ausstattung konsequent erleben – egal, ob im Urlaub oder bei einem verordneten Therapieaufenthalt. Die Besonderheit: Die Anwendungen basieren auf natürlichen Heilmitteln wie Moor, Sole, Heilwasser oder Heilklima sowie auf natürlichen Heilverfahren wie Kneipp oder Schroth und sind in ihrer Wirksamkeit seit Jahrhunderten bewährt und schulmedizinisch anerkannt.

Natürlich auftanken mit medizinisch fundierter Tiefenwirkung – das ist der Anspruch hinter dem Qualitätssiegel GESUNDES BAYERN, das im Jahr 2012 vom Bayerischen Heilbäder-Verband e. V. (BHV) und der BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH entwickelt wurde und das heute aktueller denn je die Bedürfnisse des gesundheitsorientierten Reisenden stillt.

Quelle: GESUNDES BAYERN, Fotos: © www.gesundes-bayern.de / Gert Krautbauer

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Gabriele Wilms
Über Gabriele Wilms 746 Artikel
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit als Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels, Regionen Europas und weltweit.

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