Tirler Dolomites Living Hotel – Almurlaub mit Wellnessmomenten

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Das Tirler Dolomites Living Hotel liegt im Naturpark Schlern-Rosengarten auf der bekannten Seiser Alm. Der gut außergewöhnliche Wellnessbereich bietet Entspannung nach einem Tag in der Natur.

Meine Anfahrt auf die Seiser Alm war etwas spektakulär. Ich hatte zwar eine Anfahrtsbeschreibung vom Hotel bekommen, aber wenn man allein unterwegs ist, ist es schwierig zu Lesen und gleichzeitig zu Schauen und sich zu orientieren. Also hatte ich mich auf mein Navi verlassen, großer Fehler. Es hatte mich auf einer Stecke nach oben geführt, wo ich dachte, hier kommst du nie an, fast ein Feldweg, ständig bergauf und dann kamen mir auf der engen „Straße“ auch noch Bau-LKW´s entgegen, was mich echt ins Schwitzen brachte. Ich war froh endlich im Hotel angekommen zu sein.

Das Hotel Tirler befindet sich ein paar Gehminuten oberhalb des Weilers Saltria auf einer Höhe von 1.750 Metern über dem Meeresspiegel. Ich bezog mein wunderschönes, sehr großes Zimmer im alpenländischen Stil für die nächsten zwei Nächte in dem umweltfreundlichen 4-Sterne-Hotel. Die Zimmer sind Allergiker freundlich. Es ist mit wunderschöner Naturholzvertäfelung und Holzfußböden ausgestattet. Mein Zimmer verfügt über einen begehbaren Kleiderschrank.

Das Zimmer ist eine Mischung aus urig und modern, wobei es in Schlaf- und Wohnbereich geteilt, wobei im Essbereich ein Kamin angedeutet wurde ist, es strahlte viel Gemütlichkeit aus.

Das Zimmer ist mit einem geräumigen Duschbad ausgestattet.

Mein großer Balkon mit original Luis Trenker Liegestühlen und Sitzecke bot einen tollen Blick auf den Pool und die Dolomiten. Einige Zimmer bieten einen eigenen Garten. Natur und ein gesundes Lebensgefühl wird hier im Hotel und der Almhütte groß geschrieben.

Der Zimmertrakt mit Rezeption und Wellnessbereich ist U-förmig angelegt, in denen sich 28 Zimmer in fünf Kategorien. In dessen Mitte befindet sich der Garten mit dem Außenpool. Der Hoteltrakt ist mittels unterirdischen Gangs mit der urigen Almhütte verbunden.

Im Eingangsbereich befindet sich die kleine Rezeption, eine Bar, gemütliche Sitzecken mit Kamin und einem Luis Trenker Shop. Überall wird man von zarten Zirbenduft umgeben, was eine besondere Atmosphäre schafft.

Nachdem ich mein Zimmer, indem ich mich gleich heimisch fühlte, bezogen hatte machte ich einen Spaziergang, um die Umgebung des Hotels zu erkunden. Es war eine traumhaft schöne, entspannte Wanderung auf dem Hochplateau der Seiser Alm.

Ständig veränderte sich die Aussicht auf den Schlern, die Berge des Rosengartens und die Dolomiten. Der Sonnenuntergang war einfach spektakulär. Das Tirler befindet sich an einem schönen Wanderweg, der beispielsweise zur Zallinger Hütte führt. Konditionsstarke Wanderer können von hier aus sogar den Gipfel des Plattkofels erreichen.

Wieder zurück im Hotel war es Zeit zum Abendessen. Die Mahlzeiten werden in der Tirler Alm eingenommen. Die etwa 200 Jahre alte urige Berghütte ist wirklich gemütlich eingerichtet. Für Nichthotelgäste ist die Hütte täglich ab 11.30 Uhr durchgehend geöffnet, sie ist auch bei den Einheimischen sehr beliebt und wurde im Jahr 2009 zur schönsten Berghütte Südtirols gewählt. Von der großen Panoramaterrasse kann man zu jeder Jahreszeit ein tolles Bergpanorama genießen.

Ich war von dem netten Personal und der ausgezeichneten Küche total überrascht. Das Restaurant serviert Tiroler Küche wie Knödel und Kaiserschmarrn, aber auch feinere Gerichte wie T-Bone-Steaks und sehr leckere Fischgerichte, wobei mit regionalen Produkten gekocht wird.

Ich hatte am ersten Abend ein echt leckeres gegrilltes Hirschfilet, es war so fantastisch, solch ein köstliches Fleisch hatte ich bisher noch nicht gegessen. Ganz besonders lecker waren die Hexengugeln als Nachtisch, die hatten Suchtpotential und ich hatte sie am zweiten Abend nochmals gegessen, noch dazu, wo ich eigentlich kein Nachtisch mag.

Die Portionen sind sehr groß, was ich am zweiten Abend besonders erleben konnte. Ich hatte mir Spareribs bestellt und bekam eine ganze Rippe vom Schwein. Auch diese waren knusprig und zart, sehr zu empfehlen. Das Küchenteam des Hotels fühlt sich identisch mit der Berghütte und zaubert wirklich kulinarische Genüsse mit einem Mix aus rustikaler Bergküche und feinerer Küche.

Nachdem ich richtig gut geschlafen hatte ging es zum Frühstück wieder in die Tirler Alm, wo ich mich an dem abwechslungsreichen Buffet bedienen konnte.

Wanderausflug zur Tschötsch Alm

Ich hatte einen Wanderausflug geplant, ich wanderte zur Bushaltestelle und fuhr zum Fahrpreis von 2,50 Euro nach Compatsch. Von hier aus hatte ich meine Wanderung auf die Tschötch Alm begonnen.

Vorbei an der Bergstation der Umlaufbahn am Compatsch, mit der man bequem von Kastelruth auf die Seiser Alm fahren kann, wanderte ich aufwärts in Richtung Puflatsch. Man kann sich für die Straße entscheiden und befindet sich damit auf dem Puflatschrundweg. Ich hatte mich für den relativ kurzen und mit keinen größeren Anstrengungen verbundenen Wiesen- und Waldweg entschlossen.

Für mich war die äußerst beliebte Wanderung zur Tschötsch Alm doch recht anstrengend und ich hatte mir Zeit gelassen und Pausen gemacht. Ich erreichte die Tschötsch Alm direkt unterhalb deren Terrasse. Bereits während der Wanderung genoss ich ständig die tolle Aussicht. Ober angekommen hatte sich die Anstrengung gelohnt. Ich nahm auf der Terrasse Platz und ließ meinen Blick über die gesamte Seiser Alm und die Berge schweifen, ein atemberaubendes Panorama.

Die alte Bauernstube Tschötsch Alm, auf einer Höhe von 2.000 Metern über dem Meeresspiegel, stammt aus dem Pustertal und ist bereits 150 Jahre alt. Ein gekonnter Mix aus Traditionellem und Modernem, die Verbindung des Altholzes aus heimischen Wäldern mit Naturstein und Glas schafft ein alpines Flair zum Wohlfühlen. So wie sie sich heute zeigt, wurde im Dezember 2015 eröffnet und wird von der Familie Jaider vom Tschötscher Hof in St. Oswald bewirtschaftet.

Zurück hatte ich den Weg über die Straße gewählt und bin mit dem Bus zurück nach Saltria und wanderte zum Hotel zurück.

Im Sommer und Herbst können Leihräder kostenfrei im Hotel geliehen werden.

Wellnessauszeit im Curasoa SPA

Am Nachmittag ließ ich es mir in dem rund 800 Quadratmeter großen, tollen Curasoa SPA richtig gut gehen. Mir gefiel besonders die igluförmige Heu-Saunahütte, die von außen einen Holzkohlemeiler ähnelt. Die Ritzen sind mit Heu ausgestopft.

Die Panoramasauna im Freien bietet beim Schwitzen einen fantastischen Ausblick auf die Seiser Alm mit ihren Bergen. Daneben befindet sich ein Whirlpool zum Entspannen.

Noch weitere zwei Saunen, die Bio-Zirbensauna und das Almaroma-Dampfbad stehen zum Schwitzen bereit.

Im angenehmen warmen Wasser des 13 m langen Schwimmbades im Freien, kann man perfekt seine Bahnen ziehen oder auch einfach nur im Wasser planschen. Er wird, wie das gesamte Hotel, von der hauseigenen Quelle gespeist.

Zum Abkühlen sorgen ein Tauchbecken und die Kneippanlage mit beeindruckendem Farbenspiel für besondere Erfrischungserlebnisse.

Energiegrotte, Foto Hotel

Zum Ruhen danach stehen verschiedene Ruhebereiche bereit, mir hatte es besonders in der Energiegrotte mit den Wasserbetten gefallen, um zu entspannen und meine Batterien wieder aufzuladen. Dies ist genau das Richtige nach einem ereignisreichen Tag auf der Seiser Alm. Es werden aber auch diverse Anwendungen zum Verwöhnen angeboten.

Der Hexenquellenweg neben dem Almgasthof Tirler

In unmittelbarer Nähe zum Almgasthof Tirler befindet sich ein kleiner Streichzoo und der Hexenquellenweg mit der Schwefelquelle. Der Hexenquellenweg wurde im Curasoa-Wald errichtet. Er ist ein Erlebnisweg in der freien Natur der Seiser Alm. Beliebt ist es, diesen Erlebnisweg barfuß zu gehen, um die unterschiedlichen Naturböden besser wahrzunehmen zu können.

Entlang des Hexenquellenweges befinden sich unterschiedliche Skulpturen, wie die Hexe und Einrichtungen, eine Schaukel, welche pure Entspannung für Geist und Körper bringen. Er hat eine Länge von etwa zwei Kilometer und endet an einer Schwefelquelle, deren schwefelhaltiges Wasser man wohl trinken kann, wobei es nicht besonders gut schmeckt. Es soll aber eine gesundheitsfördernde Wirkung haben.

Im Winter führt eine Skipiste direkt an der Almhütte vorbei und damit hat man einen direkten Zugang zu den Skipisten Zallinger-Tirler. Wintersportliebhaber können aber auch den kostenfreien Skibus und die Skiaufbewahrung des Hotels nutzen.

Ich danke der sympathischen Familie Rabanser, die das Tirler Hotel und die Almhütte betreiben, für die Unterstützung bedanken.

Bilder Gabriele Wilms

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Gabriele Wilms
Über Gabriele Wilms 769 Artikel
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit als Reisejournalistin und Bloggerin. Ich bin Inhaberin des Reisemagazin Toureal und betreue es als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher in den schönsten Hotels, Regionen Europas und weltweit für unser Reisemagazin unterwegs .

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