Wellness und Genuss im Wiesenhof in Mitten von Apfelbäumen

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Wir waren zu Besuch im Wiesenhof in Algund bei Meran und hatten einen kurzen, aber wunderschönen Aufenthalt erlebt. Der Wiesenhof ist ein Wellnessparadies in mitten von Apfelplantagen.

Der Wiesenhof wird seit 2016 von den beiden Schwestern Gabriele und Gertrud Schrötter in zweiter Generation geführt. „Das Hotel ist ein Rückzugsort, ein Ort der Begegnung für alle, von 0 – 100 Jahren. Es kommen ganz viele Familien, Eltern, Kinder, Enkel und Großeltern. Wir haben viele Stammgäste, zum Beispiel machte einmal die komplette Familie Urlaub, da waren die Großeltern das 30. Mal da. Anlässlich des Jubiläum wurden natürlich Fotos gemacht, und dann kam als Rückmeldung, wir hätten es als erster geschafft, die komplette Familie auf ein Foto zu bekommen“, erzählt Gabriele. Gabriele ist Apfelbotschafterin und Apfel-Sommelière*, gibt Wissenswertes über den Südtiroler Apfel an die Gäste weiter.

Geschichte – von der Pension zum 4-Sterne-Hotel

Die Eltern stammen von zwei sehr alten Höfen, die Mama Traudl vom Gruberhof nebenan und Vater Walter ist mit seinen Brüdern Sepp, Karl und Hans auf dem Schöpferhof im Nachbarort Tscherms aufgewachsen. Sie hatten sich 1961 beim Musikball kennengelernt und im Spätsommer 1963 geheiratet. Am 12.09.1963 eröffnete die neu gebaute Pension Wiesenhof und empfing ihre ersten Gäste.

Gemeinsam mit dem namhaften Gartenbauingenieurs Prof. Karl Ludwig Honeck legte Vater Walter den wunderschönen Garten an und legten so den Grundstein für die grüne Oase, die den Wiesenhof heute umgibt. 1968 vergrößerte Tochter Gabriele die junge Familie und mit Gertrud, genannt Gerti, war die Familie 1978 komplett. Die beiden Schwestern sind im Wiesenhof aufgewachsen und deshalb ist es ihr Zuhause. Nach der Übernahme des elterlichen Betriebs, 2016, haben sie den Wiesenhof mit viel Freude und Sorgfalt ständig weiterentwickelt. Das 4-Sterne-Hotel bietet gepflegtes Ambiente und feiner Eleganz. Gastfreundschaft, Herzlichkeit und familiärer Atmosphäre liegen der Gastgeberfamilie aus Leidenschaft besonders am Herzen. Leider ist der Vater, Walter Schrötter am 3. Februar 2023 verstorben.

Heute hat der Wiesenhof 43 Zimmer. Wir wohnten im wunderschönen 42 m² großen Doppelzimmer Superior. Die Möbel aus Lärchenholz sind edel und elegant. Durch das Schließen der beiden Schiebetüren entstehen zwei voneinander unabhängige Räume.

Zeit zum Träumen bot der Schlafbereich mit einem Doppelbett in Übergröße und rückenschonender 7-Zonen-Taschenfederkernmatratzen. Hier konnten wir richtig gut schlafen.

Das extra große Badezimmer ließ keine Wünsche offen, schick und modern mit zwei Waschbecken, Dusche und Badewanne.

Den Abend ließen wir auf unseren 16 m² großen Panoramabalkon mit fußfreundlichem Zedernholzboden ausklingen. Dabei genossen wir die traumhafte Aussicht auf die Apfelplantagen, die sanften Hügel und die stolzen Gipfel der Meraner Berge. Leider waren wir nur eine Nacht im Wiesenhof und hatten einfach zu wenig Zeit, um alle Vorzüge des Hotels zu genießen.

Gartenparadies mit Pool auf rund 5.000 qm

Der Wiesenhof ist von einer grünen wunderschönen Gartenoase umgeben. Dank des milden Klimas in Meran gedeiht hier eine vielfältige Pflanzenwelt. Dank der günstigen Lage in dem Talkessel wird die Stadt vor übermäßigen Niederschlägen und kühlen Winden geschützt. Auch im Frühjahr und Herbst profitiert Meran von der warmen Luft, was sich besonders günstig auf die Flora auswirkt. Die üppigen Blumenbeete, die wertvollen Altbaumbestände und freie Rasenflächen ergeben im Hotel Wiesenhof ein harmonisches und abwechslungsreiches Gartenbild. Hier gedeihen Palmen, aber auch Zypressen sowie Lavendel, Kamelien, Oleander und Mandelbäume, die eigentlich in südlicheren Ländern zu Hause sind. Eine Rarität ist kalifornische Berglorbeer, der wunderschön blüht.

Der große beeindruckende Tulpenbaum überragt weithin sichtbar den Wiesenhof. Auffällig ist die links an der Einfahrt stehende immergrüne Magnolia Grandiflora. Die großblütige Magnolie mit ihren großen, gummibaumähnlichen, glänzenden Blättern beeindruckt mit großen, intensiv duftenden, weißen Edelblüten. Im Rahmen der Hotelerweiterung 2009 wurde der Garten noch einmal vergrößert und erhielt seine heutige Form.

Und mittendrin in der wunderschönen Gartenanlage befindet sich das Naturstein-Freibad, was wir sehr gerne zum Abkühlen und eine Runde schwimmen nutzten. Immer kann man Blick auf die Bergwelt genießen.

Ein Entspannungstraum ist die überdachte Massagemuschel, der Whirlpool im Garten gleich neben dem Pool. Da kann man so richtig die Seele baumeln lassen.

Apfel-Spa und Apfelölmassage

Apfel-Spa ist ein Wohlfühloase, die nach der Paradiesfrucht benannt wurde, da sich im Wiesenhof alles um den Apfel dreht. Bereits in der griechischen Mythologie stand der Apfel im Mittelpunkt. Bis heute gilt der Spruch „Ein Apfel am Tag – Arzt gespart.“ Die Wirkstoffe der Frucht aus Südtiroler Erde, Bergquellwasser und sonnigem Klima übertragen der Haut dieselbe Frische und Lebendigkeit, wie sie die Apfelblüte zeigt.

Mein absoluter Höhepunkt war die fantastische Apfelölmassage, die ich im Apfel-Spa genießen konnte. Im Spa wird mit Apfelkosmetik von einer südtiroler Kosmetikfirma gearbeitet. Dabei wird das Peeling direkt mit einem Apfel gemacht, wobei für eine Behandlung je nach Größe der 4-5 Äpfel verwendet werden. Der Apfel hat Feuchtigkeit, wenn er aufgeschnitten wird, der Saft. Streicht man darüber, wird der Apfel trocken, weil der in die Haut reinzieht, was echt erfrischend und sehr angenehm war.

Durch warmes Apfelöl wird eine tiefenwirksame Lockerung von Muskulatur und Gewebe erreicht. Dabei nimmt die Haut die im Öl enthaltenen Wirkstoffe des Apfels auf. Die Basis für das Apfelöl bildet Süßmandelöl, das mit Extrakten des süßen Fuji wird angereichert wird, welche einen besonders hohen Gehalt an Hyaluronsäure enthalten. Die Behandlung mit frischen Äpfeln spendet der Haut Feuchtigkeit und fördert die Durchblutung. Beim Peelen reisen die Äpfel sanft über die Haut und lösen abgestorbene Hautpartikel. Die feuchtigkeitsspendende Wirkung wurde sofort spürbar. Meine trockene Haus saugt das warme, duftende Apfelöl förmlich auf. Es dringt super leicht in die Poren ein und spendet der Haut wertvolle Vitalstoffe und Vitamine.

Am Abend wurden wir von einem exzellenten Abendessen überrascht. Küchenchef Klaus Fedrigotti ist bereits seit 20 Jahren im Wiesenhof zaubert mit deinem Team innovative Kreationen, mit viel Liebe zum Detail und frischen Genuss. Sie verbindet Tiroler Tradition und moderne Kulinarik auf’s Feinste. Der Genuss ist ganz ohne Reue, denn im Wiesenhof wird schon seit über 10 Jahren Low carb gekocht. Das heißt mit wenig Kohlenhydraten, ohne Zucker und reichlich Eiweiß. Im Wiesenhof wird ausschließlich frisch gekocht und gebacken.

Am Morgen stärkten wir uns an dem reichhaltigen Frühstücksbuffet mit Low carb Madelkuchen, Brot und Müsli. Sehr viel Produkte werden selbst gemacht, was man nicht so oft sieht. Viele sind regional und frisch vom Ökohof. Es zählt der natürliche Geschmack und die Qualität, dabei wird die Herkunft der Produkte immer wichtiger. Hier wird etwas genauer hinschaut und sie lernen die Menschen, deren Produkte sie präsentieren, am liebsten persönlich kennen. So stammt der Joghurt vom Wegerhof, einem Bergbauernhof auf 1.315m Meereshöhe im Passeiertal.

2020 wurde umgebaut und nun holen die bodentiefen Panoramafenster das satte Grün der Umgebung ins Innere.

Ein besonderer Lieblingsplatz ist die traumhaft schöne Dachterrasse, ein Wohlfühl-Ort für den perfekten Wellnessurlaub in Meran. Viele verschiedene Ruhenester laden zum Chillen und Entspannen ein. Dabei schweift das Auge über die Südtiroler Bergwelt und Apfelplantagen, denn man hat von da oben einen 360°Grad Rundumblick. Einfach die Ruhe genießen und die Seele baumeln lassen.

Ausflugstipps in der Umgebung

1. Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Bei unserer Ankunft hatten wir eine Gästekarte bekommen, so konnten wir das Auto stehen lassen und sind mit dem Bus ganz bequem vor der Haustür des Hotels zu unserem Ausflugsziel, den Gärten von Schloss Trauttmansdorff gefahren. Am Busbahnhof von Meran mussten wir kurz umsteigen. Ein Ausflug den ich Natur- und Blumenliebhabern nur empfehlen kann.

Das Schloss Trauttmansdorff befindet sich am östlichen Rand der Stadt Meran im Burggrafenamt und beheimatet das Touriseum, das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus. Das Schloss liegt mitten im botanischen Garten der Stadt Meran, den „Gärten von Schloss Trauttmansdorff“, die im Jahr 2001 eröffnet wurden. Sie nehmen eine Fläche von rund zwölf Hektar ein und bilden eine Natur- und Kulturlandschaft aus aller Welt mit botanischen Raritäten.

Einst war hier der Zufluchtsort der Kaiserin Sissi, hier flanierte die Kaiserin einst. Heute erwarten uns 80 Gartenlandschaften aus aller Welt, mediterrane Sonnengärten, Wasser- und Terrassengärten und Waldgärten. Dieses kleine Paradies beherbergt 3.000 Pflanzenarten und bildet ein Wunder aus Farben und Duft.

2. Seilbahn Aschbach und wandern

Nur wenige Autominuten vom Wiesenhof befindet sich die Seilbahn Aschbach, eine Kabinenseilbahn am Nördersberg im Vinschgau. Sie führt von der Talstation in Saring auf 525 m zur 1342 m hoch gelegenen Bergstation in Aschbach. Mit der Gästekarte kann man diese Bergbahn kostenlos benutzen. Die Bergstation ist Ausgangspunkt für schöne Wanderungen.

Die Maria-Schnee-Kapelle auf einem Geländevorsprung knapp unterhalb der Ortschaft wurde um 1695 errichtet. Das kleine Dorf ist Teil der Gemeinde Algund. Die Bahn fährt durchgehend von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr, in den Wintermonaten ist die letzte Talfahrt um18:30 Uhr.

Mehr Informationen zum Wiesenhof, Josef Weingartnerstraße 16, 39022 Algund in Südtirol unter www.wiesenhof.com

Ich danke den Gastgeberinnen, Gertrud und Gabriele Schrötter und dem gesamten Hotelteam, sowie Johanna Pace von oneauer für die Unterstützung.

Fotos Gabriele Wilms

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Gabriele Wilms
Über Gabriele Wilms 725 Artikel
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit als Reisejournalistin und Bloggerin. Ich bin Inhaberin des Reisemagazin Toureal und betreue es als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher in den schönsten Hotels, Regionen Europas und weltweit für unser Reisemagazin unterwegs .

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