Mit der Vasco Da Gama in den wärmenden Süden (Teil 1)

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Ich nehme euch heute mit auf die Vasco Da Gama, dem Kreuzfahrtschiff von Nicko Cruises. Meine Kulinarik-Reise ging mit Ralf Zacherl und Justin Leone von Lissabon nach Malaga. Im ersten Teil erzähle ich über Lissabon und Portimão. Im zweiten Teil erzähle ich über unsere Reise von Cádiz, über Tanger nach Málaga. “Mit der Vasco Da Gama in den wärmenden Süden (Teil 2)

Mit der portugiesischen Fluggesellschaft TAP flogen meine Freundin Luise und ich nach Lissabon, der Hauptstadt von Portugal. Am Flughafen wurden wir von einem Shuttlebus zum Schiff gebracht, leider mussten wir sehr lange am Flughafen warten, da weitere Gäste wegen Flugverspätungen sehr spät ankamen. Am Hafenterminal angekommen wurden wir eingecheckt, es musste Corona-Impfstatus oder Genesenen Status und ein Negativ-Test nachgewiesen werden. Den Test konnte man auch vor Ort machen.

Wir sahen die Vasco Da Gama das erste Mal und waren total begeistert. Das relativ kleine Schiff kann bei voller Belegung 1.000 Passagiere mit auf die Weltmeere nehmen und unvergessene Urlaubsträume wahr werden lassen.

Wir bezogen unsere traumhaft schöne Balkonkabine auf Deck 10. Diese war in Wohn- und Schlafbereich mit einer Couch und einem Schreibtisch ausgestattet.

In dem großen Badezimmer befand sich eine Whirlpool-Badewanne, die ich natürlich unbedingt testen musste. Ich hatte wohl ein wenig zu viel Duschbad ins Wasser gemacht, denn durch das Sprudeln drohte der Schaum überzulaufen. Ich hatte es sehr genossen.

Besonders schön war unser Balkon mit zwei großen, gemütlichen Liegen, von dem aus ich den einen oder anderen Sonnenaufgang genießen konnte.

Lissabon, Hauptstadt von Portugal

Die Vasco Da Gama lag in Lissabon sehr zentral, unweit der Stadt, so dass wir sie zu Fuß erkunden konnten. Da das Schiff über Nacht in Lissabon blieb und erst am nächsten Tag 18.00 Uhr ablegte, hatten wir ausgiebig Zeit die fantastische Stadt zu erkunden. Nach dem ersten leckeren Abendessen machten wir uns daher auf eine nächtliche Erkundungstour.

Wir schlenderten durch die engen Gassen der quirligen Metropole und immer wieder war aus kleinen Restaurants Live-Musik, dem berühmten Fado zu hören. Fado ist ein spezieller Gesang aus dem portugiesisches Vortragsgenre, dieser handelt meist von unglücklicher Liebe, sozialen Missständen, vergangenen Zeiten oder der Sehnsucht nach besseren Zeiten.

Wieder zurück an Bord nahmen wir noch einen Abschluss-Drink im The Dome, dem Nachtklub, wo noch Live-Musik gespielt wurde.

Am nächsten Morgen stärkten wir uns bei einem leckeren Frühstück Waterfront Restaurant auf Deck 7. Danach erkundeten wir Lissabon mit unserer Privatführerin.

Eine gute Freundin, Margareda Oliveira hat sich den Sonntag frei gehalten, um uns ihre Heimatstadt zu zeigen. Ich bin zum wiederholten Mal in Lissabon, aber ich habe längst noch nicht die gesamte Stadt gesehen und es macht immer wieder Spaß Neues zu entdecken.

Lissabon hat ca. 600.000 Einwohner, im Großraum Lissabon, dem Landes-Regierungsbezirk Distrikt Lissabon leben 2,8 Mio. Menschen und sie ist damit eine der größten Städte der EU. Lissabon liegt in einer Bucht der Flussmündung des Tejo, im äußersten Südwesten Europas an der Atlantikküste der iberischen Halbinsel.

Die Stadt zieht sich an dem Ufer des Tejo entlang und breitet sich stufenförmig auf sieben Hügeln aus. Lissabon gehört mit ihren pastellfarbenen Häusern und dekorative Keramikfliesen zu den schönsten Städten Europas und wird auch die „Schöne am Tejo“ genannt.

Wir besuchten das ganz bekannte Café Confeiteria Nacional, das bereits seit 1829 besteht. Das traditionelle Kaffee ist wunderschön im historischen Stil, einfach sehenswert und von außen kaum zu erwarten.

Hier werden die berühmten, portugiesische Puddingtörtchen, die Pastéis de Nata hergestellt, die wir natürlichen kosten mussten. Ich mag diese besonders gern, im portugiesischen Viertel in Hamburg essen wir auch immer wieder gern diese Köstlichkeit.

Bei unserem Stadtrundgang fuhren wir mit dem berühmten Fahrstuhl Elevador de Santa Justa in der Rua Santa Justa. Er wurde aus neugotischem Stahl zwischen 1898 bis 1901 nach Plänen des Ingenieurs Raoul Mesnier de Ponsard erbaut und ist eine sehr beliebte Sehenswürdigkeit. Deshalb standen sehr viele Menschen an, um die 45 Meter nach oben zu fahren, wobei anstellen in Portugal eine Form der Höflichkeit ist. Die beiden Kabinen in Original-Ausstattung bieten 24 Personen Platz.

Wir entschlossen uns dennoch nach oben zu laufen und später nach unten zu fahren. Von Oben, von der Plattform hatten wir eine tolle Aussicht über die Stadt und die Festung.

Ein absolutes Muss bei einem Besuch in Lissabon ist die Fahrt mit der Eléctrico 28, der gelben Straßenbahn, die auch Linie 28 genannt wird. Auch wir sind natürlich mit dieser berühmten Bahn gefahren.

Sie schlängelt sich durch die teils sehr steilen und engen Straßen der Innenstadt hinauf und wieder hinunter.

Oben angekommen machten wir halt an einem Aussichtspunkt, die Miradouros auf Portugiesisch genannt werden. Von hier aus hatten wir einen fantastischen Blick über die Stadt und über die Mündung des Tejo. Ich werde in einem anderen Artikel noch mehr über unseren Besuch in Lissabon erzählen.

Ein besonderes kulinarisches Highlight waren die Kabeljau-Bällchen der Casa Portugues. Diese Pastéis de Bacalhau sind typisch portugiesische Appetithäppchen. Dabei werden ovale Bällchen aus einem Teig von Pellkartoffeln und Bacalhau mit großen Löffeln geformt, dies kann man durch eine Scheibe beobachten. Zum Fotografieren wurden sie an der Theke geformt.

Für die Zubereitung des Teiges wird Bacalhau gewässert, gekocht, von Haut und Gräten befreit und zerrieben. Kartoffeln werden geschält und gestampft mit Eiern vermengt, mit Gewürzen abgeschmeckt, als Bällchen geformt und in Olivenöl frittiert.

Am Abend legte die Vasco Da Gama ab, mit einem Gläschen Sekt ließen wir auf dem Oberdeck noch einmal Lissabon an uns vorbeiziehen.

Wir fuhren vorbei an der, über dem Tejo, auf einem 75 Meter hohen Sockel stehenden, Christus-Statue mit ausgebreiteten Armen, die mich an Rio de Janeiro erinnert.

Besonders imposant war die Durchfahrt durch die berühmte Hängebrücke Ponte 25 de Abril, dem bedeutendsten Wahrzeichen von Lissabon. Sie überspannt auf 2278 Meter den Tejo und erinnert ein bisschen an die Golden Gate Bridge von San Franscisco. Sie ist die drittlängste Hängebrücke der Welt.

Das Abendessen ließen wir uns, fast wie jeden Abend, in dem Waterfront Mediterranean Restaurant auf Deck 7 schmecken. Die Küche unter der Leitung des Chefkochs Jörg Lindner ist ganz ausgezeichnet, abwechslungsreich und sehr wohl schmeckend.

Wir hatten fast einen Stammplatz und denselben, sehr netten, aufmerksamen Kellner Hary.

Am Abend fand der Kapitäns-Willkommensempfang in der Hollywood Show Lounge statt. Kapitän Adrian Firsov begrüßte jeden Gast persönlich, machte mit den Gästen ein Foto und stellte sein Team, wie Hotel Direktor Gerald Kugler, Kreuzfahrtdirektor Michael Schuller, um nur einige zu nennen, vor.

Portimão, Sagres und Lagos an der Algarve

Portimão erreichten wir am nächsten Morgen, er ist ein Ort und touristisches Zentrum der westlichen Algarve. Der Hafen der Stadt wurde nach der Ausbaggerung des Rio Arade in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und nun können regelmäßig Kreuzfahrtschiffe anlegen.

Bei einem kurzen Spaziergang hatten wir unendlich viele Storchennester entdeckt, auf einem Schornstein und auf einem Kran.

Entlang der von schönen Palmen gesäumten Strandpromenade standen Kunstwerke. Von hier aus hatten wir einen tollen Blick auf die Vasco da Gama.

Besonders schön ist die Vegetation, wie die wunderschönen Strelitzian.

Auf unserem Programm am Nachmittag stand ein Ausflug in die Küstenorte Lagos und Sagres. Sagres befindet sich am äußerst westlichen Teil der Algarve im Süden Portugals.

Unser erstes Ziel auf dem Ausflug war Cabo de São Vicente, auf Deutsch Kap St. Vinzenz. Es bildet gemeinsam mit der benachbarten Ponta de Sagres, einer Landzunge, die Südwestspitze des europäischen Festlands der Iberischen Halbinsel.

Dort endet die Algarve in einer beeindruckende felsigen und bis zu 70 Meter hohen Steilküste mit einer kargen, baumlosen Vegetation.

Am Leuchtturm hatten wir auch einen jungen Geier entdeckt.

Auf dem Weg nach Lagos machten wir Zwischenstopp an den mächtigen, wundervollen Felsformationen des Ponta da Piedade, die als eine der schönsten Landschaften der Algarve gilt.

Die beeindruckende Landschaft von Felsen und Buchten vor dem türkisblauen Atlantik sind sehr beeindruckend und mit viel Fantasie lassen sich Tiere, wie ein Löwenkopf, ein Elefant oder ein Absatzschuh, Tore oder andere Formationen zu erkennen.

Die rund 20 Meter hohen Felsklippen der steilen Landzunge gilt als einer der schönsten und beliebtesten Abschnitte der Region. Die meterhohen, rot-gelben Felsen ragen weit in den Atlantik. Die Grotten und Tunnel werden von Salzwasser umspült und verändern sich ständig.

Etwa 2 Kilometer nördlich von der Ponta da Piedade liegt die alte Hafenstadt Lagos, die durch eine von Palmen gesäumte Promenade bezaubert.

Über zahlreiche Stufen erreicht man die historische Altstadt mit ihrer sehenswerten Kirche und dem Platz der Republik.

Heinrich der Seefahrer sitzt erhaben auf seinem Denkmalsockel und blickt hinaus auf das Meer. Lagos verdankt ihm ein goldenes Zeitalter. Der portugiesische Seefahrer brach von hier im 15. Jahrhundert zur Entdeckung Afrikas und neuer Handelsrouten auf. Sie kamen schwer beladen mit Gewürzen, Elfenbein, Gold und Sklaven zurück und Lagos entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum.

Wieder zurück an Bord der Vasco Da Gama legte das Schiff in Richtung Cádiz in Spanien ab. Beim Auslaufen genossen wir ein Gläschen Rotwein und den Blick auf Portimão.

Nach dem Abendessen sahen wir und die Show in der Hollywood Show Lounge an und waren total begeistert. Über den weiteren Verlauf unserer spannenden, wunderschönen Reise nach Cádiz, Tanger in Marokko und Malaga werde ich im 2. Teil erzählen.

Ich danke Nicko Cruises und der gesamten Besatzung der Vasco Da Gama für die Unterstützung und die fantastische Reise mit dem wunderschönen Schiff. Es war ein Traum. Mehr zu Reisen mit der Vasco Da Gama findet ihr hier 

Fotos Gabriele Wilms

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der Vasco Da Gama in den wärmenden Süden (Teil 2)

 

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Gabriele Wilms
Über Gabriele Wilms 769 Artikel
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit als Reisejournalistin und Bloggerin. Ich bin Inhaberin des Reisemagazin Toureal und betreue es als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher in den schönsten Hotels, Regionen Europas und weltweit für unser Reisemagazin unterwegs .

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